Schloss Eisenach

Residenzschloss, Alte Residenz, Landgrafenhof, Steinhof


Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
Wartburgkreis
Ort99817 Eisenach
Adresse:An der Esplanade
Lage:südlich der St. Georgskirche im Stadtzentrum an der Esplanade
Geographische Lage:50.973964°,   10.319616°
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Beschreibung

Komplex mit dem zweigeschossigen „Creutznacher Haus“, dem südwestlichen Residenzgebäude mit achteckigem Turm, der ehemalien Schlossbrauerei und dem klassizistischen, zweigeschossigen, fünfzehnachsigen Schulneubau

Nach dem Tod des letzten Herzogs von Sachsen-Eisenach 1741 und dem Herauswurf der Herzogswitwe aus dem Residenzschloss durch den Nachfolger Herzog von Sachsen-Weimar (dann Sachsen-Weimar-Eisenach) ordnete dieser den weitgehenden Abriss des Residenzschlosses an, von dem nur der rechte Flügel, Seitengebäude und der Unterbau des W-Flügels mit dem noch auf den Steinhof zurückgehenden Brunnenkeller erhalten blieben, der als Schlossbrauerei weiter genutzt wurde.

Park-/Gartenanlage

ab 1606 Entstehung des Lustgartens


Bezug zu anderen Objekten

Vorgänger des Großzeroglichen Schlosses

Historische Ansichten





Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ludwig III. von Thüringenals Erbauer
Herzöge von Sachsen–Weimar–Eisenach
Großherzöge von Sachsen1815
Stadt Eisenach

Historie

1190Bau des Steinhofs durch Ludwig III. von Thüringen als erste Stadtresidenz der Thüringer Landgrafen in Eisenach bis zu deren Aussterben 1406, womit Eisenach den Residenzstatus verlor
1597Verlegung der herzoglichen Residenz von Marksuhl nach Eisenach durch Herzog Johann Ernst und Ergänzung des Landgrafenhofes durch einen neuen vierstöckigen Flügel unter Verwendung der Platzes und von Steinen der ehemaligen Franziskanerkirche
1606Umgestaltung des ehemaligen Gottesacker des Franziskanerkloster zum Lustgarten der Residenz, schrittweiser Ausbau zum Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Eisenach
1709Verbindung der beiden Flügel durch einen vierstöckigen Neubau
1741teilweise abgebrochen
ab 1742Nutzung als Regierungssitz
ab 1813/22Nutzung als Stadtgericht und Justizamt
1823–1825Überbauung des Brunnenkellers mit der Bürgerschule (Georgenschule)
1928/29Abbruch des Ostflügels
1945Zerstörung des Südbaus
nach 1990restauriert


Quellen und Literatur

  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2021]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 4, 1. Aufl., Quedlinburg 2021
  Sobotka, Bruno J. (Hrsg.) [1995]:  Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Thüringen, 1. Aufl., Stuttgart 1995


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