Alternativname(n)  Schloss Menzing, Menzingen, Plüdenberg
Nutzung
  • Internationale Jugendbibliothek
  • Schlossschänke
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Blutenburg

Lage
Bundesland
Bayern
Ort
81247 München-Obermenzing
Lage
im Westen von Obermenzing im Winkel von Pippinger und Verdistraße
Koordinaten
48.16316°, 11.45676°
Beschreibung

Die spätmittelalterliche Wasserburg lag ursprünglich auf einer natürlichen Würminsel. Von der hochmittelalterlichen Vorgängerburg blieben nur die Fundamente eines quadratischen Turmes (6,5 x 6,5 m, Mauerstärke ca. 1,80 m) unter dem SO-Teil des Herrenhauses erhalten. Die heutige Anlage gliedert sich in Hauptburg („Inneres Schloss“) und Vorburg („Äußeres Schloss“), die bis Anfang des 19.Jh. durch einen 12 m breiten Wassergraben getrennt waren. Im „Inneren Schloss“ steht das dreigeschossige Herrenhaus, umgeben von einem rechteckigen Bering mit vier achteckigen Türmen. Die spätgotische Schlosskapelle in der Vorburg besitzt eine bedeutende Ausstattung.

1981 wurden Reste eines Wohnturms von 6,50 m Seitenlänge der ursprünglichen Anlage aufgedeckt.

Herkunft des Namens
Der Name der Anlage kommt von „Blüten".

Reliefansicht im BayernAtlas

Kapelle
Patrozinium
Heilige Dreifaltigkeit
Beschreibung
bedeutende Schlosskapelle zur Heiligsten Dreifaltigkeit von 1488 (im Auftrag Herzog Sigismunds erbaut), einschiffiger Backsteinbau
Außenansicht
Kapelle Außenansicht

Historie

12./13.Jh.
für die Herren von Menzing errichtet
1397
(als Sedelhof erwähnt)
1432
(„Plüdenburg“)
nach 1400
Abbruch der mittelalterlichen Burg
ab Ende 15.Jh.
Blutenburg dient als wittelsbachisches Jagdschloss
um 1420–1440
Bau des Jagdschlosses unter Herzog Albrecht III.
1441
wittelsbachische Hofmark
um 1456
Entstehung der Ökonomiegebäude in der Vorburg
1528/29
Errichtung des Saalbaus („Prinzenstall“) in der Vorburg
1676/1702
teilweiser Abbruch der Befestigungsanlagen; Umbau des Herrenhauses in der Hauptburg (vielleicht durch Antonio Viscardi)
1801/09
der innere Wassergraben wird aufgefüllt
1866–1957
Nutzung als Kloster der „Englischen Fräulein“
1957–1976
Nutzung als Altenheim des „Dritten Ordens“
1978-83
grundlegende Restaurierung
seit 1983
Sitz der Internationalen Jugendbibliothek

Besitzer

ErbauerHerren von Menzing
nach 1400 Wittelsbacher
1676–1702 Anton von Berchem zu Pluedenburg und Menzing
1702 Wittelsbacher



Literatur und Quellen

  Bernstein, Martin / Käppner,  Joachim: Stolze Festungen und verwunschene Ruinen - Ausflüge zu Burgen in München und der Region, München 2009
  Erichsen, Johannes, Haus der Bayerischen Geschichte (Hrsg.): Blutenburg - Beiträge zur Geschichte von Schloss und Hofmark Menzing, 2.00. Aufl., (o.O.) 1985
  Hundt, Dietmar / Ettelt,  Elisabeth: Burgen, Schlösser und Paläste in München, Freilassing 1986
  Weithmann, Michael W., Bezirk Oberbayern (Hrsg.): Inventar der Burgen Oberbayerns, 3.00. Aufl., (o.O.) 1995
  Weithmann, Michael: Burgen in München, (o.O.) 2006
  A


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