Alternativname(n)  Alte Festung, Alte Veste
Nutzung
  • frei zugängliche Burgstelle
  • ausführliche Informationstafel am Ringgraben
Tags

Wieseck

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
85125 Kinding-Erlingshofen
Lage
ca. 725 m nnö Kirche Erlingshofen
Koordinaten
48.99696°, 11.30603°

Beschreibung

Die Anlage nutzt einen nach NW abzweigenden Bergsporn, auf dem die Kernburg mit angesteilten Flanken und einem deutlichen, aus dem Fels herausgehauenen Ringgraben (außer auf Nordostseite) noch deutlich erkennbar ist - insbesondere mit niedrigen Mauerresten auf der Nordostseite, dem Kegelstumpf des ehemaligen Bergfrieds auf der gefährdeten Südseite und niedrigen Mauerresten innerhalb des Kernburgareals. #A#uf der besonders gefährdeten Südseite sicherte eine Vorburg die Kernburg zusätzlich ab, von der lediglich der äußere Abschnittsgraben und schwächere Wallstrukturen noch erkennbar sind. Ein weiterer schmalerer Vorburgbereich auf einer Terrassenstufe (Berme) unterhalb der Kernburg sicherte diese nach Nordosten ab (anstelle des Ringgrabens auf den anderen Seiten). #Z#ugang auf dem von Erlingshofen auf der Südseite des Kerntals langsam ansteigenden Waldwirtschaftsweg, der kurz vor Erreichen des Hochflächenniveaus den nach Nordwesten abzweigenden Bergsporn der Burg erreicht. Idyllische Bodendeckervegetation im Frühjahr.
Erhalten: deutlicher, aus dem Fels gehauener Ringgraben (Sohle bis höchste darüber liegende Kernburgteile: max. 10 m), Schuttkegel des Bergfrieds, niedrige geringe Mauerreste in der Kernburg, äußerer Abschnittsgraben und schwache Strukturen im Bereich der südlichen Vorburg


Funktion

Die Burg kontrollierte durch ihre Lage über dem engen Kerntal eine ehemalige Handelsstraße (Regensburg - Schwaben).


Herkunft des Namens
Die Bezeichnung Wieseck für die ehemalige Burg kam erst nach 1799 in der Romantik auf.


Reliefansicht im BayernAtlas

Historie

1. Hälfte 12.Jh. für die Herren von Erlingshofen (Stammsitz) errichtet
1312weil Rüdlin von Erlingshofen den Eichstätter Bischof nicht als neuen Herrn anerkennt; wird die Burg mit Nürnberger Hilfe eingenommen und zerstört; Ritter von Erlingshofen darf sie in der Folge weder wieder aufbauen noch an andere verkaufen

Besitzer

ErbauerHerren von Erlingshofen (Stammsitz)
Mitte 12. Jh. als Ministerialen im Dienst der Grafen von Hirschberg Ritter von Erlingshofen
1322 Kauf Hochstift Eichstätt



Literatur und Quellen

  Burger-Segl, Ingrid: Archäologische Wanderungen Band 2: mittleres Altmühltal, Treuchtlingen 1993


Bilder




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