Dietfurth

Dietfurt

Burgruine Dietfurth


Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Baden-Württemberg
Bezirk:Bodensee-Oberschwaben
LandkreisSigmaringen
Ort72514 Inzigkofen-Vilsingen
Lage:ca. 1900 m nördlich der Kirche in Vilsingen auf steilem Burgfelsen
Geographische Lage:48.078301°,   9.139658°

Beschreibung

Auf einem von der Urdonau frei gespülten Kalksteinfelsen liegen die Reste der Burg, deren Zeitpunkt der Zerstörung unbekannt ist. Mit seinen Eckbuckelquadern, Hocheingang und gewölbtem Eingangsstockwerk gehört der Bergfried zu den markantesten Beispielen mittelalterlicher Wehrkultur um 1300. Er besitzt eine Höhe von 11-15,5 m und eine Grundfläche von 8,3 x 8,6 m. Hinter dem inneren Burghof befinden sich noch Reste des ca. 15 x 9 m großen Palas. #A#ußerdem haben sich Reste der Umfassungsmauer in einer Höhe bis zu 4 m erhalten. In der unter der Burg gelegenen großräumigen Höhle befindet sich einer der wichtigsten prähistorischen Fundplätze Baden-Württembergs.


Herkunft des Namens

Von Diota, althochdeutsch, das Volk (Hinweis auf eine frühe Besiedlung).


Turm

Bergfried

© Luftschubser - Alexander Willig
Form:rechteckig
Höhe:15,50 m
Grundfläche:8,67 x 8,07 m
(max.) Mauerstärke:3,00 m

Maße

Palas ca. 15 x 9 m
Höhe der Umfassungsmauer ca. 4 m

Historische Ansichten


Ansicht 1.Hälfte 19.Jh.


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Herren von Dietfurtals Erbauer
Truchsessen von Waldburg1253
Hugo von Montfort1257 als Reichslehen
Anna Gräfin von Werdenberg1421
Haus Fürstenberg1534
Hohenzollern–Sigmaringen1806
DRK–Bergwacht2007

Historie

11.Jh. für die Herren von Dietfurt errichtet
1274 („castrum“)
1095die Brüder Heinrich, Eberhard und Hermann von Dietfurt sind Zeugen bei der Gründung des Klosters Alpirsbach
1. Hälfte 13. Jh.Erbauungszeit des Bergfrieds
nach 1468verfallen
1924Instandsetzungsarbeiten
1968–1970weitere Instandsetzungsarbeiten, Anbau einer Wendeltreppe
seit 2007Sanierungsarbeiten


Quellen und Literatur

  Miller, Dr. Max / Taddey,  Gerhard (Hrsg.) [1980]:  Baden-Württemberg. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 6, 2. Aufl., Stuttgart 1980
  Schmitt, Günter [1990]:  Donautal. Burgenführer Schwäbische Alb 3, 1. Aufl., Biberach 1990


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