Alternativname(n)  Muri-Gries, Morit
Nutzung
  • Benediktinerkloster
Links

Gries

Lage

Region
Trentino-Südtirol
Bezirksgemeinschaft
Ort
39100 Bozen-Gries-Quirein
Adresse
Grieser Platz
Lage
Koordinaten
46.50322°, 11.33503°

Beschreibung

ehemalige Burganlage und Augustiner-Chorherrenstift, der Glockenturm von Kirche und Kloster ist der ehemalige Bergfried der alten Burg Gries


Bergfried

Zustand:erhalten
Zugänglich:nein
Form:quadratisch
Grundfläche:11,30 x 11,30 m
(max.) Mauerstärke:2,60 m


Historie

11./12.Jh. für die Grafen von Morit-Greifenstein errichtet
1235 Durchführung von Aus-/Umbauten
1406in Kloster umgewandelt
16.Jh.Abbruch des südlichen Bergfrieds
1807Aufhebung des Augustiner-Chorherrenstifts
1985Durchführung von Grabungen

Besitzer

ErbauerGrafen von Morit-Greifenstein
Grafen von Görz-Tirol



Literatur und Quellen

  Bitterli-Waldvogel, Thomas, Südtiroler Burgeninstitut (Hrsg.): Südtiroler Burgenkarte, (o.O.) 1995
  Dumler, Helmut: Wanderungen zu Burgen und Schlössern in Südtirol, München 1991
  Graf Trapp, Dr. Oswald: Tiroler Burgenbuch - Raum Bozen. Tiroler Burgenbuch 8, Bozen 1988, ISBN 978-88-7014-495-6
  de Concini, Wolftraud: Südtiroler Burgen und Schlösser, 2.00. Aufl., (o.O.) 1991


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1 Kommentar

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    Um einem möglichen Missverständnis durch die Nennung in der Überschrift von Morit und Muri vorzubeugen: Die beiden Namen stehen in keinem namentlichen Zusammenhang, obwohl etymologisch dieselbe Wurzel zugrunde liegt, was allerdings reiner Zufall ist. Die Burg Morit, die für die Grafen von Morit (Greifenstein) namengebend war, stand offenbar in Ridnaun, einem Nebental des Wipptals (Gemeinde Ratschings). Dort gibt es noch den Ortsteil Mareit. Der Zusammenhang mit der Burg Gries und dem Grafengeschlecht geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Der Name Muri bezieht sich auf das Benediktinerkloster im Kanton Aargau in der Schweiz. Er kam erst mit der Burg Gries in Verbindung, als 1846 die aus dem Aargau vertriebenen Benediktiner die Burg Gries besiedelten, die seit dem 15. Jhdt. ein Augustiner-Chorherrenstift war, das unter Napoleonischer Zeit von der damaligen bayerischen Regierung aufgehoben worden war. Beide Namen dürften auf das lat. muru für Mauerwerk zurückgehen, haben sich aber völlig unabhängig voneinander entwickelt. Muri steht mit der Burg und Kloster Gries nur als Name der Benediktinerabtei Muri-Gries in Verbindung. Gries ist seit dem 19. Jhdt. formal ein Priorat der Schweizer Abtei Muri.

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