Alternativname(n)  Oberwinzer
Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
Social Media

Winzer

Lage
Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
94577 Winzer
Lage
auf einem Felssporn über dem Ort
Koordinaten
48.72824°, 13.06848°
Beschreibung

Burg- und Schlossruine in Spornlage auf dem felsigen Nordende eines niedrigen Höhenrückens über der Nordseite der Donau, die ursprünglich näher an Winzer vorbei floss. Im Kern frühmittelalterliche Anlage, Bergfried mit doppeltem Bering und doppeltem Graben auf der Südostseite gegen die Fortsetzung des Höhenrückens als der gefährdetsten Richtung. Ab 1307 ergänzt durch den auf der Südseite der Burg unterhalb angelegten Markt, der im Grunde eine große Vorburg war (siehe Marktbefestigung Winzer). #W#inzer ist die älteste Burg des Deggendorfer Landes. Die Winzerer wurden ab 1230 adelige Ritter, sie starben im Jahre 1324 aus. Unter Otto von Schwarzenberg Umbau zu einer repräsentativen großen Schlossanlage in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, zu der auch ein großer, sich auf dem Höhenrücken beiderseits der heutigen Friedhofsstraße ostwärts bis zur Schwanenkirchener Straße erstreckender Hofgarten gehörte. Siehe Ansicht der Burg und von Teilen des barocken Parks auf dem Stich von Michael Wening von 1721. Die Zufahrt erfolgte ursprünglich über eine in der Südostflanke des Burgberges vom Markt hinaufführende Rampe.

Erhalten: Mauerreste

Winzer ist die älteste Burg des Deggendorfer Landes. Die Winzerer wurden ab 1230 adelige Ritter, sie starben im Jahre 1324 aus.
Maße
Höhe der Mauerreste bis ca. 8 m

Reliefansicht im BayernAtlas

Historie

11.Jh.
erbaut
1005?
erwähnt
1190
(als Reichslehen)
1190
Reichslehen an die Grafen von Bogen; von Sulzbach und von Ortenburg
1247
durch Truppen des bayerischen Herzogs Otto II. zerstört und anschließend wieder aufgebaut
1307
Erweiterung durch den Markt als neue Vorburg südlich des Burgberges und Keimzelle des heutigen Ortes Winzer
1.November 1744
von ungarischen Husaren gesprengt (Österreichischer Erbfolgekrieg)
1750–1830
Nutzung als Steinbruch; u.a. für die Donaubrücke bei Vilshofen
um 1830
König Ludwig stellt die Burgruine unter Denkmalschutz; Durchführung erster Erhaltungsmaßnahmen

Besitzer

ErbauerWinzerer (als Ministeriale der Bischöfe von Bamberg)
1252 Herzöge von Bayern
1324–1558 Herren von Puchberg
1558–1603 von Schwarzenberg
nach 1603 Bayern



Literatur und Quellen

  Bosl, Dr. Karl (Hrsg.): Bayern. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 7, 3.00. Aufl., Stuttgart 1981
  Werner, Günther T.: Burgen, Schlösser und Ruinen im Bayerischen Wald, Regensburg 1979


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Marktbefestigung Winzer Winzer 0,15 km -
Burg Unterholzen Winzer-Unterholzen 0,58 km
Wallburg Unterholzen Winzer-Unterholzen 0,84 km
Burg Hinterreckenberg Winzer-Hinterreckenberg 2,29 km
Schloss Flintsbach Winzer-Flintsbach 2,97 km
Burg Flintsbach Winzer-Flintsbach 3,08 km
Burg Engelsberg Winzer-Dobl 3,98 km
Burg Pöding Osterhofen-Pöding 4,35 km
Traunersches Schlössl (Osterhofen) Osterhofen 4,64 km
Leuchtenbergschlössl (Osterhofen) Osterhofen 4,65 km
Burg Osterhofen Osterhofen 4,67 km
Burg Haardorf Osterhofen-Haardorf 4,95 km