Alternativname(n)  Engelsburg, Engelsberg
Nutzung
  • Privatbesitz (außer Kapelle)
  • Zugang zur Kapelle in Absprache mit Anwohner (Schlüssel)

Engelsberg

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
94577 Winzer-Dobl
Adresse
Dobl 8
Lage
auf steilem Bergkegel über dem engen Tal mit der Straße von Flintsbach nach Iggensbach
Koordinaten
48.71554°, 13.11925°

Beschreibung

Spornburg ab vermutlich dem frühen 14. Jh. über der westlichen Seite des tief eingeschnittenen schmalen Tals, die darin heraufführende Straße kontrollierend. Durch tiefen Halsgraben vom westlichen Berghang abgetrennt. Hohe Schildmauer nach Süden und Westen. #A#us der Burgzeit stammt von der Kapelle lediglich die heutige Sakristei, die der Altarraum der ursprünglichen Burgkapelle war - mit interessanten Fresken des 14. Jh. (Weltgericht an Decke, thronender Christus, Engel mit den Folterwerkzeugen der Passion, Evangelisten, Frontwand mit Marienkrönung, seitlich Anbetung durch die Heiligen Drei Könige), die übermalt und 2015-2016 teilweise freigelegt und restauriert wurden. #I#m Barock, nach Ende der Nutzung als Burg, wurde der frühere Altarraum als Sakristei von der Kapelle abgetrennt und diese zur heutigen Form durch ein Langhaus erheblich erweitert, einschließlich Durchbruch von Fenstern auch nach außen durch die Schildmauer.


Herkunft des Namens
Die Burg kontrollierte die durch das sehr enge Tal ("Tobel" - Dobl) von Flintsbach heraufführende Straße nach Iggensbach.


Reliefansicht im BayernAtlas

Bergfried

Der Bergfried stand ursprünglich auf der Nordseite über der Zufahrt.


Kapelle

Beschreibung:Die zweigeschossige romanische Burgkapelle wurde an die Schildmauer der Burg angebaut und beinhaltet unter anderem bemerkenswerte gotische Fresken.


Historie

Anfang 14.Jh? für die Herren von Puchberg/Buchberg errichtet
1349 (Konrad Puchberger von der Engeleinsperg)
1603nach Kauf durch Herzog Maximilian von Bayern Unterstellung unter das Pflegegericht Winzer
1647im Dreißigjährigen Krieg Einnahme und starke Beschädigung durch Truppen von Johann von Werth
1744erneute Zerstörung im Österreichischen Erbfolgekrieg durch habsburgische Panduren; danach Verfall mit Ausnahme der Kapelle
um 2000Erhaltungsmaßnahmen an Schildmauer und Kapelle
2014–2016Sanierungsmaßnahmen in und an der Kapelle.

Besitzer

ErbauerHerren von Puchberg/Buchberg
1360 Kauf von den Herren von Puchberg Kloster Niederaltaich
1367 als Lehen Grafen von Hals
1375 als Lehen Landgrafen von Leuchtenberg
1416 Verkauf an Grafen von Ortenburg
durch Heirat Wolfgang von Walsee
1463 Hartmann von Traun
1471 Lukas Regnolt
Sigmund Ecker aus Oberpöring
1493 Degenhard Watzmannsdorfer und Sabina Pfaffinger
durch Heirat Christoph Rhainer
Gregor von Losenstein
Gottgard von Scherffenberg zu Ortt im Traunsee und Waldbach
1558 Freiherr von Schwarzenberg
1603 Kauf Herzog Maximilian von Bayern



Literatur und Quellen

  Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, Kallmünz 1983, ISBN 3-7847-5090-7
  Werner, Günther T.: Burgen, Schlösser und Ruinen im Bayerischen Wald, Regensburg 1979
  Dobler Fresko aus dem 14. Jahrhundert wird restauriert, in: Deggendorfer Zeitung (Passauer Neue Post) vom 2. Juni 2016, (o.O.) 2016


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Burg Flintsbach Winzer-Flintsbach 0,91 km
Schloss Flintsbach Winzer-Flintsbach 1,15 km
Burg Hinterreckenberg Winzer-Hinterreckenberg 1,96 km
Wallburg Unterholzen Winzer-Unterholzen 3,27 km
Schloss Grubdorf Hofkirchen-Grubdorf 3,47 km -
Burg Unterholzen Winzer-Unterholzen 3,54 km
Burg Schöllnstein Iggensbach-Schöllnstein 3,71 km
Burg Winzer Winzer 3,98 km
Marktbefestigung Winzer Winzer 4,04 km -