Burg Ranis


© Thomas Eichler

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
Saale-Orla-Kreis
Ort07389 Ranis
Adresse:Burgstraße 1
Lage:auf Bergsporn über dem Orlatal
Geographische Lage:50.66267°,   11.564532°

Beschreibung

Burg Ranis besitzt eine u-förmige, dreigeschossige Hauptburg. An der Spornspitze befindet sich ein kleinerer Hof mit seitlichen Randbauten, der durch den Kapellenbau abgeschlossen wurde. Der nördliche Querflügel mit dem Bergfried ist der älteste Teil der Burg. Die Toranlage wird durch ein querrechteckiges Gebäude mit verschieferter Zwerchhausreihe und dem quadratischen, schmalen Hungerturm (Grundfläche 7,1 x 7,1 m, Mauerstärke 1,1 m) an der Nordecke gebildet.


Historische Funktion

Ursprünglich Grenzfeste gegen die Slawen im Saale-Orla-Gau.


Kapelle

Burgkapelle an der Westfront des hinteren Burghofes, nur Außenmauern erhalten.


Turm

Bergfried

Die Höhe des Mauerwerks beträgt ca. 27,50 m, die Höhe von Haube und Laterne mit Spitze ca. 10,50 m. Der Umfang des Turms beträgt rund 27 m.
Form:rund
Höhe:38,00 m
Außendurchmesser:8,70 m
Innendurchmesser:4,90 m
(max.) Mauerstärke:1,90 m

Maße

Anlage ca. 220 x 50 m
Hungerturm ca. 7,1 x 7,1 m

Historische Ansichten


Bild 1: nach einer alten Ansichtskarte



Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Landgrafen von Thüringen
Grafen von Käfernburg und Schwarzburg1208/20 als Pfand
Herzöge von Sachsen1389
Markgrafen von Meißen1418
Heinrich von Brandenstein1463 als Schenkung
Herren von Brandenstein1463–1571
Familie von Breitenbauchab 1902 gen. Breitenbuch
Deutsches Rotes Kreuz1941/42
Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten1994

Historie

11.Jh.erbaut
1084 („Castrum Ranis“)
12.Jh. ( Erwähnung mehrerer Reichsministerialen „von Ranis“)
1198nach Zerstörungen (?) vermutlich erneuert
1. Hälfte 13. Jh.Ausbau der Burganlage
1341/42der Herzog von Mecklenburg ist sechs Monate lang Gefangener des Grafen Günther XXI. von Schwarzburg auf der Burg
15. Jh.schlossartige Bebauung der Vorburg
Anfang 17. Jh.Bau des Südflügels
1646–58Brand und Wiederaufbau des Hauptgebäudes nach Zerstörung im Dreißjährigen Krieg
1844–1866die Burg ist unbewohnt
ab 1866historisierender Umbau
1873Abbruch mehrerer Wirtschaftsgebäude und der Kapelle
1936Errichtung eines Löschwasserbeckens im zweiten Burggraben
1956Einrichtung von Museum und Gaststätte in der Burg


Ansichten


Bild 1: © Thomas Eichler Bild 2: © Thomas Eichler Bild 3: © Wehrbauten - Forum Bild 7: © Thomas Eichler 

Quellen und Literatur

  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2019]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 1, 1. Aufl., Quedlinburg 2019
  Großmann, Ulrich G., Wartburg-Gesellschaft (Hrsg.) [2002]:  Burg Ranis. Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa 8, 1. Aufl., Regensburg 2002
  Krumbholz, Hans [1984]:  Burgen, Schlösser, Parks und Gärten, 1. Aufl., Berlin/Leipzig 1984
  Landesamt für Archäologie, Sven Ostritz (Hrsg.) [2013]:  Saale-Orla-Kreis, Nord. Archäologischer Wanderführer Thüringen 14, 1. Aufl., Langenweißbach 2013
  Schache, Klaus, Museum Burg Ranis (Hrsg.) (o.J.):  Burg Ranis, Regensburg
  Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen (Hrsg.) [2011]:  Kulturelle Entdeckungen Thüringen - Band 4, 1. Aufl., Regensburg 2011
  Stubenvoll, Willi (Bearb.) [1997]:  Schlösser in Thüringen, 1. Aufl., (o.O.) 1997


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