Ausbau der mittelalterlichen Stadtbefestigung zur Sächsischen Elb- und Landesfestung Torgau:Das Hauptwerk um die Stadt bestand aus insgesamt acht Bastionen, die durch Kurtinen (Wälle) verbunden waren. In insgesamt 14 Flanken der Bastionen wurden schusssichere, gewölbte Räume zur Unterbringung von Mannschaften und Material eingelassen (Kasematten).Die drei Festungstore waren zusätzlich durch vorgebaute Ravelins geschützt. Die Wallgräben konnten über Grundablässe in Staumauern (Batardeaus) zum Ober- und Unterhafenbecken reguliert werden. Die am westlichen Ufer der Elbe verlaufende 800 m lange Kehlmauer verfügte über Abwasserkanaldurchbrüche und Pforten. Die aus großen Sandsteinquadern errichtete Mauer hat am Grund eine Stärke von fast drei Metern und ist ca. 9 m hoch. Später wurde die Mauer um zwei Meter durch hartgebrannte Ziegel erhöht. Die Ufermauer ist zum größten Teil heute noch erhalten. Die Ziegel wurden jedoch nach der Entfestigung Torgaus um etwa einen Meter wieder abgetragen, im Besonderen um einen freien Blick auf die Elbe zu ermöglichen.Im Außenwerk wurde die Festung durch die vier Elbe-Lünetten (Loßwig, Repitz, Werdau, Zwethau), drei weitere Schleusen-Lünetten sowie Fort Zinna und Fort Mahla verstärkt. Ein Brückenkopf mit Defensionskaserne zur Sicherung der Elbbrücke ersetzte am östlichen Ufer die mittelalterliche Brückenschanze. Die nördlich die Elbe überquerende Eisenbahnbrücke erhielt an ihren Enden eine hofartige Verteidigungsanlage (Tambourierung).