Alternativname(n)  Arensberg
Nutzung
  • Hotel
  • Restaurant
  • Hochzeiten
  • Ruinen frei zugänglich
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Arnsberg

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
85110 Kipfenberg-Arnsberg
Adresse
Schloss 1
Lage
östlich über dem Ort
Koordinaten
48.92731°, 11.37936°

Beschreibung


Das ursprüngliche Tor zur Vorburg liegt in deren Südwestecke, mit der Brücke verteidigungstechnisch günstig direkt über den Felsabstürzen ins Altmühltal, was aber zu mehrfachen Abbrüchen führte. Als Ersatz wurde in der späteren Neuzeit ein Tor auf der Ostseite der Vorburg geschaffen, das auch der heutige Zugang ist. Die ursprüngliche Kernburg liegt als Ruine auf einem sehr exponierten Bergsporn direkt angrenzend, aber außerhalb des Vorburgareals und ist auf einem schmalen Pfad um die Nordostecke der Vorburg herum auch bei geschlossenem Tor stets zugänglich. Der ursprüngliche Zugang zur Kernburg war eine Zugbrücke vom Vorburggelände. An den immer noch imposanten Bergfriedrest mit seiner außergewöhnlichen Konstruktion (fünfeckiger Unterteil, darauf mit Hilfe von Kragsteinen aufgesetzter runder Oberteil mit Buckelquadern) schloss nach außen (nordwestlich) ursprünglich ein großer Palas an (siehe historische Zeichnung), sowie kleinere Gebäude auf der Nordseite des kleinen Kernburghofes. Mehrfache Bergstürze und Risse in dem sehr exponierten Dolomitsporn, auf dem die Kernburg steht, führten (zusammen mit mangelndem Unterhalt nach weitgehender Aufgabe der Kernburg) zu Destabilisierung und teilweisem Einsturz ihrer Gebäude, sodaß diese im 18. und 19. Jahrhundert abgerissen wurden (auch zum Schutz des direkt unterhalb liegenden Ortes). Der ursprünglich wesentlich höhere Bergfried wurde zweimal gekappt.


Maße
Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,0 m


Reliefansicht im BayernAtlas

Bergfried

fünfeckiger Unterbau und runder Aufbau mit Buckelquadern
Zustand:Ruine
Zugänglich:nein
Form:fünfeckig


Kapelle

Patrozinium:St. Georg
Beschreibung:Die St. Georgskapelle stürzte 1798 ein. In der Vorburg steht eine kleine barocke Marienkapelle aus dem Jahre 1922.


Historie

12.Jh? für die Herren von Arnsberg errichtet
1162 (Gottfried von Arnsberg)
1278 (erste schriftliche Erwähnung der Burg als Eichstätter Lehen an Ortsadel, der sich Herren von Heideck nennt [ursprünglich aus Erlingshofen stammend])
1416/17erfolgreicher Strafzug des Herzogs gegen die Frauenhofer; nachdem diese wegen Raubrittertum in Acht geraten waren; Übergabe der Burg an Pfleger; Burg in zunehmend schlechtem Zustand
nach 1450Renovierung der Burg durch die Herren von Laber; auf diese Baumaßnahmen geht vermutlich die aktuelle Ausgestaltung des alten Tores in der Südwestecke der Vorburg mit den zeitgemäßen Schlüsselscharten (geeignet für die neu aufgekommenen Feuerwaffen) zurück
um 1540/48Umbau der Vorburg zum bischöflichen Jagdschloss; das dann jedoch von Schloss Hirschfeld abgelöst wurde; Schloss Arnsberg wurde vernachlässigt
1663Renovierung des Schlosses
1710teilweiser Einsturz und Reparatur der Brücke
1747Einsturzgefahr der Burg; in der Folge teilweise Abtragung des Bergfrieds bis 1763 auf noch 25 m Resthöhe und Verwendung eines Teils der Steine für den Bau von Schloss Hirschberg
1765erneuter Einsturzschaden an der Brücke zur Vorburg
1831Einsturz großer Teile der Südostmauer der Burg; daraufhin Abtragung der Gebäude
1865weitere Kappung des Bergfrieds und Verwendung der Steine für andere Baumaßnahmen
1869Bau des Bauernhauses in der Nordostecke der Vorburg
1926erneuter Schaden durch Bergsturz
ab 1931weiterer Bergsturzschaden; Kauf des Schlosses durch Familie Weiß; Umgestaltung der Vorburg zu einem Hotel und Gastronomiebetrieb („Hotel Restaurant Schloss Arnsberg“); bis heute in Familienbesitz

Besitzer

ErbauerHerren von Arnsberg
bis 1305 Bischöfe von Eichstätt
1305–1473 Herzöge von Bayern
1305 als Pfand Herren von Wildenstein
1348 als Pfand Minnesänger Hadamar von Laber
1364 im Erbgang-1417 Herren von Frauenhofen
1450 als Pfand Herren von Laber
1465 als Pfand Herren von Heideck
1473 Kauf–1803 Hochstift Eichstätt
1803 im Rahmen der Säkularisation-1818 Königreich Bayern
1818 überlässt der bayerische König das ehemalige Bistum Eichstätt dem von ihm ernannten Herzog von Leuchtenberg Herzogtum Leuchtenberg
1832 Kauf Leonhard Fink
1931 Kauf Familie Weiß



Literatur und Quellen

  Appel, Brun: Burgen und Schlösser im Kreis Eichstätt, 2.00. Aufl., (o.O.) 1987
  Meyer, Werner: Burgen in Oberbayern, Frankfurt/Main 1986, ISBN 3-8035-1279-4


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