Alternativname(n)  Kipfenberg, Sankt Michaelsberg
Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
Tags

Michelsberg

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
85110 Kipfenberg
Lage
ca. 250–400 m ssw Kirche Kipfenberg auf dem Michelsberg
Koordinaten
48.94663°, 11.39273°

Beschreibung

Der Michelsberg ist ein ausgeprägter Sporn der Hochfläche südlich des Altmühltales mit steilen Dolomit-Felsabstürzen nach allen Seiten außer Süden, auf der sich menschliche Aktivität bis zurück in die Hallstadtzeit belegen läßt. Befestigt wurde der Berg erstmalig vermutlich in der Latenezeit (Kelten), in die der äußerste (südlichste) Abschnittswall mit Graben , sowie weitere schwächere Wälle und Gräben vor dem ersten mittelalterlichen Wallgraben auf der Spornfläche datiert werden. Dieser mächtige, 6m hohe Abschnittswall aus dem 10. Jh. (Ungarnkriege) mit 3m tiefem und bis 11 m breitem vorgelagertem Graben (und Vorwall) aus dem 10. Jh. (Ungarnkriege) trägt eine 2,5m dicke Mauer mit Wehrgang und Brustwehr.
Erhalten: n der Mitte des Walls finden sich die Reste einer Turmburg (18 x 18 m, 2 m Mauerstärke, Grundmauern erhalten), am Westende des Walls lag das Tor mit Torturm (nur geringe Reste erhalten). Innerhalb des Walls folgen nach Norden Reste (Keller) eines älteren, römischen Gebäudes und dann nach Norden weitere vorgeschichtliche Wallreste und auf dem äußersten Sporn eine weitere, wohl ebenfalls im 10. Jh. begonnene Wall- und Grabenanlage, im 11./12. Jh. durch einen Turm mit Buckelquadern und einen Tortur

ie mittelalterliche Bebauung diente vermutlich vor allem als Fliehburg insbesondere gegen die Ungarngefahr und war im 13. Jh. bereits weitgehend abgeschlossen - mit Ausnahme der Michaelskapelle fast auf der Nordspitze des Sporns, deren Anfänge ebenfalls ins 10. Jh. zurückreichen könnten.


Bezug zu anderen Objekten
Plateaulänge ca. 150 m


Reliefansicht im BayernAtlas

Historie

u.a. Turm mit Buckelquadern in der kleineren Wallanlage als Sitz eines Dienstmanns des Eichstätter B
11.Jh.Ergänzende Bauten
430–120v. Chr. keltische Anlage des äußersten Abschnittswalls mit Graben und zweier weiterer Abschnittsbefestigungen mit Wällen und Gräben weiter außen auf dem Bergsporn
120v. Chr. - 233 Römerzeit - Reste eines Gebäudekomplexes (Heiligtum ?) mit Keller
13.Jh.Aufgabe des Dienstmannensitzes und Aufgabe der Verteidigungsanlagen
1803–1806Ausgrabungen auf dem Michelsberg durch Friedrich Winkelmann
1985Durchführung weiterer Ausgrabungen (u.a. Michaelskapelle; Turmburg).
10.Jh.etwa in der Mitte der Spornlänge imposanter Abschnittswall mit aufgesetzter Mauer und Wehrgang; Torturm am Westende; Turmburg in der Wallmitte; tief ausgehauener Graben; etwas kleinere Wallanlage auf dem äußeren Sporn; evtl. Anfänge der Michaelskapelle; Konzeption vermutlich als Fliehburg angesichts der Ungarngefahr nach 955

Besitzer

Kelten
Römer
10. Jh.– um 1803/06 Bistum Eichstätt
1803/06 im Zuge der Säkularisation Bayern



Literatur und Quellen

  Burger-Segl, Ingrid: Archäologische Wanderungen Band 2: mittleres Altmühltal, Treuchtlingen 1993


Bilder




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