Romanischer, quadratischer, dreigeschossiger Bergfried als sichtbarer Rest der Burg Pfalzpaint. Der Turm hat innen eine Schale von schmalen, quaderartigen Schichten, außen einen Quadermantel mit Stücken, die bis zu 0,40 m hoch und 1,10 m lang sind. Die Technik weist auf das 13. Jahrhundert. In dem dreigeschossigen Wohngebäude von 1779 mit Legschieferdach befinden sich noch Reste der Burganlage. Der ehemalige Bergfried ist vom Wohngebäude aus im drittgen Geschoss zugänglich (ursprünglicher Eingang des Turms). Burg und Wehrkirche bildeten eine Einheit. Der Wehrcharakter der Kirche ging beim Neubau verloren.Erhalten: verbaute MauerresteErgänzungen von Eckard Fruhmann:Haug (2) von Parsberg wurde bereits 1537 mit Pfalzpaint belehnt (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1537/Jun/ 10(2)).Zu dieser Zeit (d.h. von 1530 bis 1542) war Haug (2) noch Landrichter in Sulzbach (--> Christoph Vogel, Beschreibung des Landtgerichts Sulzbach 1603, Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, Band 6, S. 605-724, Kollersried 2020 - zahlreiche Urkunden untermauern diese Zeitangabe).Haug (2) war von 1547 bis zu seinem Tod im 2. Markgrafenkrieg im Mai 1554 Reichsschultheiß von Nürnberg und nur im Rahmen des 2. Markgrafenkriegs einer der Feldhauptleute der Stadt Nürnberg und der Hochstifte Bamberg und Würzburg (dazu z.B. Christoph Wilhelm Friedrich Reichsfreiherr Stromer von Reichenbach, Geschichte und Gerechtsame des Reichsschultheißenamts zu Nürnberg, Nürnberg 1788 --> im Internet einsehbar).Georg Wurmrauscher zu Frauenberg erhält Pfalzpaint am 1. Dezember 1577 von der Tante seiner Ehefrau Magdalena, geb. von Trugenhofen, Katharina von Parsberg, geb. von Trugenhofen, Witwe von Haug (2), gegen eine jährliche Zahlung von 100 Gulden übertragen (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1577/Dez/ 1 (1)). Georg Wurmrauscher wird von Pfalzgraf Philipp Ludwig am 15. April 1578 mit Pfalzpaint belehnt (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1578/Apr/ 15(3)).