Nutzung
  • Privatbesitz
Tags

Pfalzpaint

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
85137 Walting-Pfalzpaint
Lage
neben der Kirche
Koordinaten
48.93313°, 11.32492°

Beschreibung

Romanischer, quadratischer, dreigeschossiger Bergfried als sichtbarer Rest der Burg Pfalzpaint. Der Turm hat innen eine Schale von schmalen, quaderartigen Schichten, außen einen Quadermantel mit Stücken, die bis zu 0,40 m hoch und 1,10 m lang sind. Die Technik weist auf das 13. Jahrhundert. In dem dreigeschossigen Wohngebäude von 1779 mit Legschieferdach befinden sich noch Reste der Burganlage. Der ehemalige Bergfried ist vom Wohngebäude aus im drittgen Geschoss zugänglich (ursprünglicher Eingang des Turms). Burg und Wehrkirche bildeten eine Einheit. Der Wehrcharakter der Kirche ging beim Neubau verloren.
Erhalten: verbaute Mauerreste

Ergänzungen von Eckard Fruhmann:
Haug (2) von Parsberg wurde bereits 1537 mit Pfalzpaint belehnt (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1537/Jun/ 10(2)).
Zu dieser Zeit (d.h. von 1530 bis 1542) war Haug (2) noch Landrichter in Sulzbach (--> Christoph Vogel, Beschreibung des Landtgerichts Sulzbach 1603, Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, Band 6, S. 605-724, Kollersried 2020 - zahlreiche Urkunden untermauern diese Zeitangabe).

Haug (2) war von 1547 bis zu seinem Tod im 2. Markgrafenkrieg im Mai 1554 Reichsschultheiß von Nürnberg und nur im Rahmen des 2. Markgrafenkriegs einer der Feldhauptleute der Stadt Nürnberg und der Hochstifte Bamberg und Würzburg (dazu z.B. Christoph Wilhelm Friedrich Reichsfreiherr Stromer von Reichenbach, Geschichte und Gerechtsame des Reichsschultheißenamts zu Nürnberg, Nürnberg 1788 --> im Internet einsehbar).

Georg Wurmrauscher zu Frauenberg erhält Pfalzpaint am 1. Dezember 1577 von der Tante seiner Ehefrau Magdalena, geb. von Trugenhofen, Katharina von Parsberg, geb. von Trugenhofen, Witwe von Haug (2), gegen eine jährliche Zahlung von 100 Gulden übertragen (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1577/Dez/ 1 (1)).

Georg Wurmrauscher wird von Pfalzgraf Philipp Ludwig am 15. April 1578 mit Pfalzpaint belehnt (--> StA Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1578/Apr/ 15(3)).


Bergfried

romanischer Bergfried
Zustand:in Gebäude verbaut
Zugänglich:nein
Form:quadratisch
Höhe des Eingangs:6 m
Anzahl Geschosse:3


Historie

13.Jh?erbaut
1119 (Konrad und Hubert von Pfalzpaint)
1539Erweiterung des Schlosses
1707Neubau der Kirche
1779Neubau des Wohngebäudes; die Anlage erhält die heutige Gestalt

Besitzer

bis 1452 Herren von Pfalzpaint
1452 Kauf Michael Muggenthaler
1537 als Lehen Landrichter Haug von Parsberg
1. Dezember 1577 als Lehen Georg Wurmrauscher
bis 1659 Maria Sponica Wurmrauscher
1659 Kauf Hochstift Eichstätt



Literatur und Quellen

  Meyer, Werner: Burgen in Oberbayern, Frankfurt/Main 1986, ISBN 3-8035-1279-4
  Rischert, Helmut, Historischer Verein Eichstätt (Hrsg.): Bestandsaufnahme der Burgen und Schlösser im Landkreis Eichstätt, in: Beiträge zur Eichstätter Geschichte92./93. Jahrgang, Eichstätt 1999
  Fundamente im Wiesengrund, in: Donaukurier, 12. Mai 2015, (o.O.) 2015


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