Alternativname(n)  Rauheneck
Nutzung
  • Privatbesitz. frei zugängliche Ruine

Raueneck

Lage
Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
96106 Ebern-Vorbach
Lage
westlich von Ebern am Westrand der 431 m hohen Haube, ca. 2.000 m südlich Brünn
Koordinaten
50.10869°, 10.73205°
Beschreibung

Spornburg, einst umfangreiche Anlage mit innerer und äußerer Ringmauer, Palas mit Renaissancefenster eines ehemaligen Saales, quadratischer Bergfried (heute völlig verschwunden), westlich, südlich und südöstlich ausgedehnte Vorburg mit Brunnen

Erhalten: Ruinen von Palas und Kapelle, zwei Rundtürme, zwei Kellergewölbe

Die romantische Burgruine liegt abseits im Wald versteckt. Die Burg blieb vor Zerstörungen im Bauernkrieg und Dreißigjährigen Krieg weitgehend verschont, was ihr Ende jedoch nur aufschob. Der Zugang zur Kernburg mit dem rechtsseitig liegenden Palas liegt seit dem 16.Jh. im Osten, wo die Burg durch einen breiten Halsgraben vom Bergrücken getrennt wird. Die Anlage ist von einer ovalen inneren und äußeren Ringmauer umgeben. Reste der Kapelle befinden sich am S-Ende der Anlage. Die Burg besaß vermutlich keinen Bergfried.

Herkunft des Namens
„ruheneke“ bedeutet „bewaldetes Eck“ bzw. Bergsporn.
Grundriss
Grundriss
Details
Bergfried

Vom Bergfried sind nur geringe Mauerspuren erhalten.

Zustand
Schutthaufen
Zugänglich
ja
Form
quadratisch
Bergfried
Kapelle
Patrozinium
St. Johannes der Täufer
Beschreibung
spätgotischen Burgkapelle im Südende des Geländes, um 1500 errichtet, 1632 im Zuge des Dreißigjährigen Krieges geplündert und beschädigt, bis 1745 fanden in der Burgkapelle noch Gottesdienste statt
Außenansicht
Kapelle Außenansicht
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Rauheneck_Kapelle.jpg">Benutzer:Dark Avenger</a>, Public domain, via Wikimedia Commons
Kapelle
Beschreibung
Um 1400 wurde eine kleine Kapelle an den Wohnturm angebaut
Außenansicht
Kapelle Außenansicht
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Rauheneck_Kapelle.jpg">Benutzer:Dark Avenger</a>, Public domain, via Wikimedia Commons

Historie

um 1200
für die Herren von Raueneck errichtet
1213
(„Hermannus de Ruhenecke“)
1231
(der Edelfreie Ludwig von Ruheneke trägt sein halbes „castrum“ dem Würzburger Bischof an)
um 1168
nach der Zerstörung der Bramburg erbauen sich die Herren von Bramberg eine neue Burg und nennen sich „von Ruheneke“
Ende 14.Jh.
die Burg beherbergt eine Ganerbenschaft und eine würzburgische Amtmannschaft
um 1500
Errichtung der äußeren Ringmauer mit Schiesserkern und zwei Rundtürmen sowie der Kapelle
16.Jh.
Umbau des Palas (Renaissancefenster)
1525
im Bauernkrieg geplündert
1560
nach einer erneuten Zerstörung der Bramburg wird die Burg Mittelpunkt des neuen Doppelamtes Raueneck–Bramberg
1618/48
ab 1720
nach der Verlegung des Amtssitzes nach Ebern wird die Burg aufgegeben und verfällt
1898
Durchführung erster Erhaltungsmaßnahmen
1994–2006
wegen Einsturzgefahr für die Öffentlichkeit gesperrt
1995
Durchführung erster Notsicherungen
2017–-2019
Durchführung von Sanierungsarbeiten

Besitzer

ErbauerHerren von Raueneck
Bischöfe von Würzburg
1378–1476 Marschalk
1829 Freiherren von Rotenhan/Eyrichshof
Hermann von Rotenhan



Literatur und Quellen

  Mahnke, Dr. Fritz: Schlösser und Burgen im Umkreis der Fränkischen Krone 2, Coburg 1978
  Zeune, Joachim, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Burgruine Raueneck - Die Rettung eines burgenkundlichen Hochkaräters, in: Denkmal Information Bayern Nr. 174, S.26ff, München 2020
  Zeune, Joachim: Burgenkundliche Lehrgrabung auf der Ruine Raueneck, in: Das archäologische Jahr in Bayern 2006, S. 145ff, Stuttgart 2007


Bilder




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