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Trifels

Lage

Bundesland
Rheinland-Pfalz
Ort
76855 Annweiler
Lage
auf schmalem Felsgrat des Sonnenberges sö über Annweiler
Koordinaten
49.19633°, 7.97842°

Beschreibung

langgestreckte dreieckige Anlage, wiederaufgebauter romanischer Palas, die Vorburg wurde 1937 durch Grabungen nachgewiesen, Baureste aus verschiedenen Perioden, staufischer Brunnenturm

1193/94 wurde auf der Burg König Richard Löwenherz gefangengehalten.


Maße
Hauptburg ca. 145 x 40 m
Palas 13/18 x 21 m, Höhe des Palas ca. 27 m
Höhe des Brunnenturms ca. 18 m
Brunnentiefe ca. 73 m

Herkunft des Namens
Der Name der Burg leitet sich wahrscheinlich von dem dreigeteilten Felsen ab.


Grundriss

Kapelle

Beschreibung:Kapelle mit Kreuzrippengewölbe im ersten Geschoss des Bergfrieds

Außenansicht

Historie

Anfang 11.Jh.erbaut
1081 (Diemar von Trifels)
1099/1105 („castellum…quod uocatur Triuels“)
1113Gefängnisort für den Erzbischof Albert von Mainz und Graf Wiprecht von Groitzsch
nach 1133Reichsburg
um 1190Neubau des Bergfrieds
1193/94Gefängnisort für Richard Löwenherz
2. Viertel 13.Jh.Bau des Brunnenturms
um 1230Neubau des Palas
1125–1273/98Aufbewahrungsort der Reichsinsignien
1525im Bauernkrieg beschädigt
bis 1558 Wiederaufbau
28. März 1602nach Blitzschlag ausgebrannt
ab ca. 1635verfallen
1662bei einem Blitzschlag beschädigt
1882Errichtung des großen Brunnenbogens
1935–1938Ausgrabungen durch Friedrich Sprater
ab 1938Neubau des Palas durch den Münchner Architekten Rudolf Esterer
1946–1950Fertigstellung von Palas und Bergfried
1955/60Bau des Kastellanhauses
1964–1966Aufstockung des Hauptturms
1972–1978Sicherung der Ringmauern
1988–1989Errichtung des zweiten Kastellanshauses

Besitzer

ErbauerSalier
1133 Reichsbesitz
1330 als Pfand Kurpfalz
1410 Pfalz-Zweibrücken
Bayern
1948 Staatliche Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz



Literatur und Quellen

  Herrmann, Walter, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Beobachtungen am Kapellenturm der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 95/I, S. 18ff, Braubach/Rhein 1995
  Herrmann, Walter, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Noch einmal: Der Kapellenturm der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 98/II, S. 109ff, Braubach/Rhein 1998
  Jost, Bettina, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Die Übergabe der Reichskleinodien 1246 an Konrad IV. auf dem Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 4/2001, S. 236ff, Braubach/Rhein 2001
  Keddigkeit, Jürgen / Burkhart,  Ulrich / Übel,  Rolf, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon IV.2 St-Z, Kaiserslautern 2007
  Leistikow, Dankwart, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Die Beschreibung der Trifelskapelle durch Joseph Freiherr von Laßberg (1786, 1829), in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 2/2005, S. 107, Braubach/Rhein 2005
  Meyer, Bernhard, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Zur Baugeschichte des Hauptturmes der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 97/III, S. 163ff, Braubach/Rhein 1997
  Sprater, Friedrich / Stein,  Günter, VdsSR-P (Hrsg.): Der Trifels, 14.0. Aufl., Koblenz 1986
  Zeune, Dr. Joachim: Burgen - Symbole der Macht, Regensburg 1996


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