Burg Trifels

teilweise erhaltene Burg in Annweiler

Burg Trifels


Lage
Land:Deutschland
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis:Südliche Weinstraße
Ort:76855 Annweiler
Lage:auf schmalem Felsgrat des Sonnenberges sö über Annweiler
Geographische Lage:49.19633°,   7.978422°
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Beschreibung
Langgestreckte dreieckige Anlage, wiederaufgebauter romanischer Palas, die Vorburg wurde 1937 durch Grabungen nachgewiesen, Baureste aus verschiedenen Perioden, staufischer Brunnenturm

1193/94 wurde auf der Burg König Richard Löwenherz gefangengehalten.

Grundriss


Otto Piper, Burgenkunde, 1912

Maße

Hauptburg ca. 145 x 40 m
Palas 13/18 x 21 m, Höhe des Palas ca. 27 m
Höhe des Brunnenturms ca. 18 m
Brunnentiefe ca. 73 m


Herkunft des Namens

Der Name der Burg leitet sich wahrscheinlich von dem dreigeteilten Felsen ab.


Kapelle

Kapelle mit Kreuzrippengewölbe im ersten Geschoss des Bergfrieds

Bergfried

Der heutige Bergfried wurde an der Stelle seines salischen Vorgängerbaus errichtet und 1964-1966 um ein Geschoss erhöht.
Form:rechteckig
Höhe:32,00 m
Grundfläche:12,70 x 9,20 m
Zustand:Rekonstruktion/Neubau
Zugänglich:ja

Turm


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Salierals Erbauer
Reichsbesitz1133
Kurpfalz1330 als Pfand
Pfalz–Zweibrücken1410
Bayern
Staatliche Schlösserverwaltung Rheinland–Pfalz1948

Historie
Anfang 11.Jh.erbaut
1081 (Diemar von Trifels)
1099/1105 („castellum…quod uocatur Triuels“)
1113Gefängnisort für den Erzbischof Albert von Mainz und Graf Wiprecht von Groitzsch
1125–1273/98Aufbewahrungsort der Reichsinsignien
nach 1133Reichsburg
um 1190Neubau des Bergfrieds
1193/94Gefängnisort für Richard Löwenherz
um 1230Neubau des Palas
2. Viertel 13. Jh.Bau des Brunnenturms
1525im Bauernkrieg beschädigt
bis 1558Wiederaufbau
28. März 1602nach Blitzschlag ausgebrannt
ab ca. 1635verfallen
1662bei einem Blitzschlag beschädigt
1882Errichtung des großen Brunnenbogens
1935–1938Ausgrabungen durch Friedrich Sprater
ab 1938Neubau des Palas durch den Münchner Architekten Rudolf Esterer
1946–1950Fertigstellung von Palas und Bergfried
1955/60Bau des Kastellanhauses
1964–1966Aufstockung des Hauptturms
1972–1978Sicherung der Ringmauern
1988–1989Errichtung des zweiten Kastellanshauses

Ansichten

Objekte im Umkreis von 5 Kilometern
NameOrtArtDistanz
(km)
Bild
Burg AnebosAnnweilerBurg0.47
Burg FensterfelsAnnweilerBurg0.75
Burg KiefernfelsLeinsweilerBurg0.78
Burg HasAnnweilerBurg0.81
Burg ScharfenbergAnnweilerBurg0.97
Stadtbefestigung AnnweilerAnnweilerStadtbefestigung1.35
Kirche KaltenbronnLeinsweilerKirche2.31
Burg Neu-KastelLeinsweilerBurg2.83
Burg MadenburgEschbachBurg3.81
Wallburg HeidenschuhKlingenmünsterWallburg4.74

Quellen und Literatur
  Herrmann, Walter, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [1995]:  Beobachtungen am Kapellenturm der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 95/I, S. 18ff, Braubach/Rhein 1995
  Herrmann, Walter, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [1998]:  Noch einmal: Der Kapellenturm der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 98/II, S. 109ff, Braubach/Rhein 1998
  Jost, Bettina, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [2001]:  Die Übergabe der Reichskleinodien 1246 an Konrad IV. auf dem Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 4/2001, S. 236ff, Braubach/Rhein 2001
  Keddigkeit, Jürgen / Burkhart,  Ulrich / Übel,  Rolf, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.) [2007]:  Pfälzisches Burgenlexikon IV.2 St-Z, Kaiserslautern 2007
  Leistikow, Dankwart, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [2005]:  Die Beschreibung der Trifelskapelle durch Joseph Freiherr von Laßberg (1786, 1829), in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 2/2005, S. 107, Braubach/Rhein 2005
  Meyer, Bernhard, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [1997]:  Zur Baugeschichte des Hauptturmes der Burg Trifels, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 97/III, S. 163ff, Braubach/Rhein 1997
  Sprater, Friedrich / Stein,  Günter, VdsSR-P (Hrsg.) [1986]:  Der Trifels, 14. Aufl., Koblenz 1986
  Zeune, Dr. Joachim [1996]:  Burgen - Symbole der Macht, Regensburg 1996


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