Alternativname(n)  Groitzsch
Nutzung
  • öffentlich zugänglich
  • Veranstaltungsgelände
  • Freilichtbühne
Links

Wiprechtsburg

Lage

Bundesland
Sachsen
Landkreis
Ort
04539 Groitzsch
Adresse
Graf-Wiprecht-Straße
Lage
auf einem Geländesporn des Burgbergs am nordwestlichen Rande der Stadt Groitzsch
Koordinaten
51.15959°, 12.27515°

Beschreibung

zweiteilige mittelalterliche Wehranlage in Spornlage, runder romanischer Wohnturm
Erhalten: Ruinen von Kapelle und Wohnturm

Das Gebäude der Wiprechtsburg zählte um 1100 unter dem Grafen Wiprecht von Groitzsch zu einer der größten Burganlagen im sächsischen Raum.


Maße
Hauptburg 150 x 100 m


Kapelle

Beschreibung:ehemalige Rundkapelle, 1967 freigelegt und teilweise saniert, runder Kirchenraum mit ebenfalls runder Apsis


Historie

1070erwähnt
1080/1124Ausbau der Burganlage
1112Eroberung der Burg durch Kaiser Heinrich IV.
1116Rückeroberung durch Wiprecht den Jüngeren
1224Eroberung der Burg durch den Thüringer Landgrafen; die Vorburg wird durch einen Brand zerstört
1294/1306Zerstörung der Burg in den Kämpfen zwischen Adolf von Nassau und Kaiser Albrecht I. mit den Wettinern
1307letzte Erwähnung der Burg
1959–1967/68Durchführung von Ausgrabungsarbeiten im östlichen Teil der Hauptburg

Besitzer

1073 Graf Wiprecht von Groitzsch
1197–1282 Wettiner



Literatur und Quellen

  Baudisch, Susanne: Burgen und Herrensitze in Nordwestsachsen Ausgang 11. bis Mitte 14.Jahrhundert, Katzbach 1996
  Donath, Matthias: Schlösser in Leipzig und Umgebung, Meißen 2013
  Hüfner, Helmut, Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch e.V. (Hrsg.): Die Wiprechtsburg - Die 5 Burganlagen - Grabungsergebnisse ab 1959, Wurzen 2020
  List, Petra / Hock,  Hans-Peter (Redaktion): Leipzig und sein Umland - Archäologie zwischen Elster und Mulde. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 32, Stuttgart 1997
  Schwarz Alberto (Hrsg.): Schlösser um Leipzig, Leipzig 1993
  Vogt, Heinz-Joachim / Beeger,  Dieter / Jäger,  Klaus, Deutscher Verlag der Wissenschaften (Hrsg.): Die Wiprechtsburg Groitzsch eine mittelalterliche Befestigung in Westsachsen, Berlin 1987
  Vogt, Heinz-Joachim, Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden und Redaktion „Rundblick“ Wurzen (Hrsg.): Die Ausgrabungen auf der Wiprechtsburg in Groitzsch, Wurzen 1965


Bilder




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1 Kommentar

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    Klaus Hartmann2023-10-01 09:22:02

    Kleine Korrektur: Heinrich IV. ist 1106 gestorben. Die Burg wurde 1112 von Heinrich V. zeitweilig übernommen.

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