teilweise erhaltenes Schloss Dryburg


© : Sebastian Wallroth
Public Domain

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
Unstrut-Hainich-Kreis
Ort99947 Bad Langensalza
Adresse:Vor dem Schlosse
Lage:in der Ortsmitte
Geographische Lage:51.109181°,   10.646326°

Beschreibung

Viergeschossiger Massivbau mit Resten romanischer Bausubstanz

Die Dryburg war Stammsitz eines den Thüringer Landgrafen nahestehenden Ministerialengeschlechtes. Dieses errichtete die Burg und nannte sich und dem Ort nach dem Flüsschen Salza. Heute ist Schloss Dryburg das älteste erhaltene Wohngebäude der Stadt. Die ursprüngliche Burganlage an dieser Stelle besaß eine Fläche von ca. 25 x 35 m. Der heute sichtbare Westflügel vereint einen spätromanischen Wohnturm und zwei Burghäuser, die durch den Einbau eines Treppenhauses miteinander verbunden wurden. Der heutige Bau ist im Kern romanisch (Ringmauer, 25 m langer Gebäudesockel). Ein vermauerter gotischer Spitzbogenrest weist auf spätere Umbauten hin. Heute ist das Gebäude ein schmuckloser viergeschossiger Bau über L-förmigen Grundriss.

Nutzung zwischen 1945 und 1990

Stadtbibliothek (1949-1996)


Maße

ursprüngliche Burgfläche ca. 25 x 35 m

Historische Ansichten





Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Herren von Salzaals Erbauer
Erzbischöfe von Mainz1345
Landgrafen von Thüringen1387/1400
Albertiner1485
Herzogtum Sachsen–Weißenfels1657–1746
Preußen1815
Stadt Langensalza28. Februar 1927 Kauf

Historie

12.Jh. für die Herren von Salza errichtet
1162 (Ministerialen von Salza)
Februar 1346in der Thüringer Grafenfehde Belagerung und Eroberung des Ortes durch den Landgrafen von Thüringen, Wiederaufbau als Verwaltungssitz
Mitte 14. Jh.Errichtung zweier gotischer Burghäuser
1525Besetzung der Dryburg durch aufständische Bauern
um 1530Einbau eines Treppenhauses zwischen den beiden Burghäusern
1618/48 Dreißigjährigen Krieg Sitz des schwedischen Generals Baner
1694/1720Umgestaltung zum Witwensitz des Herzogtums Sachsen– Weißenfels
1694Anbau des Südflügels (Christian Pietzler)
1711Brand des Torhauses
1712Abbruch des Nordturms
1712Bau des Nordflügels
1746–1775Witwensitz der letzten Herzogin von Sachsen-Weißenfels
9. Dezember 1899Brand und Abbruch des Nordflügels mit dem NW-Turm
ab 1927Einrichtung von Wohnungen


Ansichten


Bild 1: © : Sebastian Wallroth, Public Domain Bild 2: © Bernd Brzezinsky Bild 3: © Bernd Brzezinsky Bild 4: © Bernd Brzezinsky 

Quellen und Literatur

  Bienert, Thomas [2000]:  Mittelalterliche Burgen in Thüringen, 1. Aufl., Gudensberg-Gleichen 2000
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2020]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 3, 1. Aufl., Quedlinburg 2020
  Krumbholz, Hans [1984]:  Burgen, Schlösser, Parks und Gärten, 1. Aufl., Berlin/Leipzig 1984
  Köhler, Michael [2003]:  Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2. Aufl., (o.O.) 2003
  Neuenfeld, Klaus [2012]:  Streifzüge durch Thüringer Residenzen, 1. Aufl., Langenweißbach 2012


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