Nutzung
  • Ausstellungen im Schlossturm

Osterstein

Lage
Bundesland
Thüringen
Stadt
Ort
07548 Gera-Untermhaus
Lage
auf der NO-Ecke des Hainberges am westlichen Elsterufer
Koordinaten
50.88086°, 12.06311°
Beschreibung

Anlage slawischen Ursprungs, dreiflügelige Anlage um dreiseitigen Hof mit der Spitze nach Süden gruppiert, Zugang im Norden, Torturm mit zwei runden Anbauten

Erhalten: Bergfried


Herkunft des Namens
Der Name „Osterstein“ wird in keiner mittelalterlichen Quelle erwähnt und erscheint erstmals in einem Druck aus dem Jahre 1580. Im Mittelalter wurde die Anlage lediglich als Burg Gera bezeichnet.
Bergfried

romanischer Bergfried mit kegelförmiger Haube

Form
rund
(max.) Mauerstärke
3,70 m
Bergfried
RG
Kapelle
Patrozinium
St. Georg
Beschreibung
Die Schlosskapelle St. Georg befand sich im nördlichen Schlossflügel. Sie wurde 1752 umfassend neugestaltet.
Park
Lustgärtchen, barocke Gartenanlage

Historie

13.Jh.
für die Herren von Gera errichtet
1234
erwähnt
2.Hälfte 15.Jh.
Erweiterung der Anlage und Ausbau zur Residenz
Ende 16.Jh.
Errichtung des Hauptbaus im Nordteils
1578
Errichtung weiterer Anbauten an den Südflügel
1686–1721
groszügige barocke Umbauten unter Heinrich XVIII.
1730–1732
Bau des Marstalls
1854–1867
Restaurierung der Anlage unter Heinrich LXVII.
1859
Neubau des Südflügels
1865
Errichtung Turmoberbau
1911–1913
Einrichtung des Gobelinsaals
6. April 1945
bei einem Bombemangriff schwer beschädigt
1946/47
Nutzung als Baustofflieferant
9. Dezember 1962
Sprengung der Reste außer des Bergfrieds
1997
archäologisch untersucht

Besitzer

ErbauerHerren von Gera
Vögte von Weida
Fürsten von Reuß-Gera (bis 1918 Residenz
1945 im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet)



Literatur und Quellen

  Bienert, Thomas, Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (Hrsg.): Aus den Augen, aus dem Sinn?, Erfurt 2019, ISBN 978-3-95755-026-2
  Hoffmann, Yves: Der Bergfried der Burg "Osterstein" – Alter und Bedeutung, (o.O.)
  Köhler, Michael: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2.00. Aufl., (o.O.) 2003, ISBN 978-3-91014-196-4
  Oelsner, Norbert, Deutsche Burgenvereinigung e.V. - Landesgruppe Sachsen (Hrsg.): Schloss Osterstein in Zwickau - Ein baugeschichtlicher Überblick, in: Burgenforschung aus Sachsen 24 (2011), S. 5-33, Langenweißbach 2012
  Rudolf, Michael: Burgen, Schlösser und Herrensitze im Vogtland, (o.O.) 1991
  Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen (Hrsg.): Kulturelle Entdeckungen Thüringen - Band 4, Regensburg 2011


Bilder




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