Ovaler Mauerbering aus quaderförmigen Muschelkalk-Blöcken. Der Mauer war ein Wassergraben vorgelagert (später: innerer Graben). Aus der Mauerfront herausgerückte, runde Außentürme (Streichwehre) ermöglichten seitliches Flankenfeuer. Über ebenerdige Türen in der Mauer gelangte man in diese Türme. Die Stadtmauer wurde auf der Innenseite durch Strebepfeiler gestützt. Durch deren Verlängerung über die Mauer hinaus wurden rechteckige, nach innen offene Stadtmauertürme gebildet. Der Zugang zur Stadt erfolgte über drei Stadttore mit Tortürmen. Die Erfindung des Schießpulvers erforderte eine Verstärkung der Befestigung durch Wall und davor liegenden Wassergraben (äußerer Graben). Letzterer bestand auf Grund der Geländeunterschiede aus einzelnen Teichen, die durch Dämme getrennt waren. Die Stadttore mussten wegen der Anlage des Walls nach außen hin erweitert werden und erhielten dabei zusätzliche Bollwerke. Weitere, einzeln stehende Bollwerke wurden vor dem Wall errichtet. Der Zugang zu diesen erfolgte über gemauerte Gänge unter den Wall hindurch. Einige der Bollwerke/Türme sind namentlich belegt.Erhalten: ca. 880 m Stadtmauer in Teilstücken (im Bereich "Alter Friedhof” noch in ursprünglicher Höhe), Stützpfeiler (Reste von Stadtmauertürmen), Streichwehr westlich der Wallstraße (Adolf-Hueg-Wall), einige Pforten in der Mauer (als Eingänge zu den ehemaligen Streichwehren), Pavillon auf Fundamenten des Roden-Bollwerkes östlich der Wieterstraße (Tourlaviller Wall). Der zugehörige Walldurchgang ist noch vorhanden, aber verschlossen. Südliches Bollwerk des Oberen Tores, Wall und Graben (Teiche) im Süden der Stadt (Tourlaviller Wall, Adolf-Hueg-Wall).
UL:1.740;EL:880;MH: 8,5–9,0;MB:1,25;ursprüngliche Anzahl Türme: 37;Abstan der Strebepfeiler:3,50;UATO:3;Stadtmauertürme außen (Streichwehre): 12;Durchmesser der Streichwehr: 10 m;Bollwerke: 6