Alternativname(n)  Hünenburg
Nutzung
  • frei zugängliche Burgstelle

Kukesburg

Lage
Bundesland
Niedersachsen
Region
Ort
31832 Springe-Altenhagen
Lage
auf dem westlichen Ausläufer des Nesselberges
Koordinaten
52.16125°, 9.52917°
Beschreibung

frühgeschichtlicher ovaler Befestigungsring, neuere Mauer-Erdwallkonstruktion, von Spitzgraben umgeben, Einbeziehung einer Felsengruppe in die Befestigungsanlage

Erhalten: Erdwälle und Gräben

Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Zwei- oder mehrphasige frühmittelalterliche Befestigung von hohem wissenschaftlichem Wert. Die früher Hünenburg genannte Anlage wurde von G. Schnath als "Kukesburg" identifiziert, einer um 1007 genannten Grenzmarke zwischen den Diözesen Hildesheim und Münden. Am eindrucksvollsten ist eine aus Bruchsteinen mit Kalkmörtel gefügte, größtenteils verstürzte Mauerumwehrung von etwa rechteckiger Form (ca. 150 x 100 m). An der SO-Ecke der Anlage ist der Maueraufbau erkennbar; beiderseitig verblendetes Gussmauerwerk von ca. 1,5 m Stärke mit Wallhinterschüttung. Der davorliegende Graben im Westen ist als flache Mulde bzw. Terrasse erkennbar. Im Norden verläuft er nahe am Wallfluss, im Osten liegt zwischen Wall und Graben eine bis zu 8 m breite Berme. Das Tor lag im Westen unter Einbeziehung von vier großen Felsblöcken. Innerhalb der Anlage befindet sich ein ringförmiger schwächer erhaltener Wall-Graben-Zug, der in den Nord-Teil des großen Walles einmündet, um ihn nach knapp 70 m östl. gegen Süden wieder zu verlassen. Offensichtlich wurde der Nord-Teil dieses Erdwalles in die spätere Befestigung mit einbezogen. Nördl. liegt, eine Quellmulde umfassend, eine kleine etwa dreieckförmige Vorburg mit Wall und Graben, deren nordwestl. Flanke auf die innere Befestigung Bezug zu nehmen scheint. Die Quellmulde war nach Beobachtungen von D. Schünemann als "Zisterne" ausgebaut. Wie weit die im Inneren der Hauptanlage befindlichen Mardellen als Dolinen oder alte Keller zu interpretieren sind, muss offen bleiben. Ca. 200 m südwestl. liegt im Hang ein längerer Vorwall mit "füllhornartigem" Zangentor.

Lizenz: CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag
Maße
Burgfläche ca. 150 x 100 m

Herkunft des Namens
Von Kukswall (Grenzwall).

Historie

9./10.Jh?
erbaut
1007
(„Kukesburg“ als Grenzmarke des Bistums Hildesheim)
1883
erste Vermessung der Anlage
im 19./20. Jh.
teilweise durch Steinbruch zerstört

Besitzer

11. Jh. Bistum Hildesheim



Literatur und Quellen

  Brachmann, Hansjürgen: Der frühmittelalterliche Befestigungsbau in Mitteleuropa, Berlin 1993
  Schade, Jens: Burgen, Schlösser, Herrensitze in der Region Hannover, (o.O.)


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