Der ca. 30 x 30 m messende Felsbuckel der Höhenburg bietet nach Osten und Norden durch steile Abhänge natürlichen Schutz. Die Burg Rettenberg (heute auch Burg Vorderburg genannt) war von 1100 bis zu deren Aussterben 1350 Stammsitz der Herren von Rettenberg, die damals im südlichen Allgäu eine dominierende Stellung hatten. Die für ein örtliches Herrengeschlecht in jener Zeit imposante Steinburg, einst eine der mächtigsten frühen Turmburgen des Allgäus, bestand im wesentlichen aus einem gewaltigen einzigen, turmartigen, 30 m durchmssenden Gebäude mit einem teilweise in den Fels gehauenen Keller und darüber 3 hohen Stockwerken und in jedem Stockwerk einem großen Saal von ca. 10x20 m, sowie ihn umgebenden weiteren kleinen Räumen, im darüberliegenden hohen Dach außerdem einem geräumigem Kornpeicher. #N#eben diesem Hauptgebäude mit insbesondere auf der gefährdeteren Süd- und Westseite sehr dicken und fensterarmen Mauern aus Nagelfluhgestein gab es nach Südwesten noch eine kleine Vorburg zur zusätzlichen Sicherung des Tores. Nur noch Teile der völlig fensterlosen (da am meisten gefährdeten) Südwand mit ca. 18m Länge, sowie Teile der Westwand mit wenigen Fenstern und ca. 9 m Länge, beide noch ca. 9 m aufragend. Auffällig ist die abgerundete Westecke des Wohnturmgebäudes. Dessen Mauern nach Norden und Osten sind völlig verschwunden, auch die übrigen Teile der West- und Südwand fehlen weitestgehend (letztere stand auf einer Zeichnung von 1839 noch teilweise, einschließlich des dortigen Tores). Die Vorburg ist bis auf geringe Geländespuren völlig verschwunden. #S#eit 2013 ist die Anlage wegen Steinschlaggefahr gesperrt, auch der Bewuchs des Areals wurde seit etlichen Jahren nicht mehr ausgelichtet, sodaß dichtes Jungholz die Übersicht behindert.
Erhalten: Mauerrest