langgestrecktes, zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach im römisch-klassizistischen StilDer als Schloss Rotenfels bekannte ehemalige markgräfliche Besitz setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: zum einen ist da ein 1729 gegründetes markgräfliches Eisenwerk, das dann durch eine Tiegel- und Steingeschirrfabrik ersetzt wurde, aus der durch Umbau letztlich das heutige Landschloß Rotenfels entstand. In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich ein 1753 geschaffener Felsenkeller, der 1804 mit einem gräflichen Lusthaus überbaut wurde (seine Reste sind heute als "Hexentanzplatz" bekannt), als es für ein Schloss noch keine Pläne gab. Und schließlich ist da der ehemalige ausgedehnte Schlosspark mit verschiedenen baulichen Relikten, der heute teils als Kurpark weitergeführt, teils aber auch verwildert und in Forst umgewandelt ist, sowie ehemals zu Rotenfels gehörende land- und forstwirtschaftliche Flächen. Innerhalb dieses Besitzes liegen auch der Große Schanzenberg und der Kleine Schanzenberg mit ihrer jeweiligen Wallburg des Hochmittelalters, die jedoch geschichtlich keinen direkten Zusammenhang mit dem Schloß haben (und heute verwaltungsmäßig trotz Nähe zum Schloß zur Nachbargemeinde Kuppenheim gehören).Das heutige Schloss selbst entstand baulich weitgehend durch Umbau der vorhergehenden Tiegel- und Steingutfabrik, auf die der größere Teil seiner Bausubstanz sowohl im Hauptbau, als auch in den den Schlossplatz flankierenden beiden Wirtschaftsgebäuden (ehemalige Pferdeställe und Remisen) zurück geht. Als herrschaftliches Schloss wurde es letztlich nur knapp 100 Jahre genutzt, und in dieser Zeit meist auch nur gelegentlich, etwa als Sommer- oder Jagdsitz, sowie nach Entdeckung der Thermalquelle nach 1839 für ein paar Jahrzehnte auch als privater Badekurort der gräflichen Familie mit eigenem hierfür gebautem Badehaus (nicht mehr vorhanden).