Nutzung
  • Wohnraum
  • Sitz der Schloss Otterwisch GmbH

Otterwisch

Lage
Bundesland
Sachsen
Landkreis
Ort
04668 Otterwisch
Adresse
Schloss 1
Lage
Koordinaten
51.20461°, 12.61039°
Beschreibung

ursprünglich Wasserburg, schlichte barocke zweigeschossige Dreiflügelanlage mit hohem Mansardwalmdach

Park
weitläufiger Landschaftspark

Historie

1540
erwähnt
1728–1730
Errichtung der barocken Schlossanlage für Rahel Charlotte Gräfin Vitzthum von Eckstädt (Entwurf Landesbaumeister David Schatz)
1948
Verhinderung des drohenden Abbruchs durch öffentliche Nutzung

Wappenbilder


Besitzer

ErbauerFamilie von Hirschfeld
Familie von Metzsch
Grafen Vitzthum von Eckstädt
1779 Kauf Prinz August II. zu Schwarzburg-Sondershausen
1852 Kauf Johann Dietrich Bohne
1904 Kauf Arno von Arnim
1945 im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet Familie von Arnim
bis 2004 Gemeinde Otterwisch
2004 Kauf Marco Cormann



Literatur und Quellen

  Donath, Matthias: Schlösser in Leipzig und Umgebung, Meißen 2013
  Schwarz Alberto (Hrsg.): Schlösser um Leipzig, Leipzig 1993


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Gutshaus Otterwisch Otterwisch 0,09 km
Schloss Pomßen Parthenstein-Pomßen 3,60 km
Herrenhaus Lauterbach Bad Lausick-Lauterbach 3,71 km
Wehrkirche Pomßen Parthenstein-Pomßen 3,83 km -
Gutshaus Hainichen Kitzscher-Hainichen 3,89 km
Wasserburg Hainichen Kitzscher-Hainichen 3,95 km -
Herrenhaus Steinbach Bad Lausick-Steinbach 4,17 km
Herrenhaus Bernbruch Grimma-Bernbruch 4,19 km
Herrenhaus Steinbach Bad Lausick-Beucha 4,42 km

1 Kommentar

  1. Image
    Dr. Henning Gans2023-10-31 17:36:24

    Es gibt kein Dokument, das beweist, dass David Schatz den Entwurf zum Bau des Schlosses in Otterwisch für die infolge des tödlichen Ehrenduells ihres Mannes seit dem 13. April 1726 verwitwete Gräfin Vitzthum v. Eckstädt geliefert hat, die einen Witwensitz dringend brauchte und daher das Rittergut 1727 angekauft hatte. Es gab dort 1727 nur eine winzige verfallene Wasserfeste für die Gutsherrschaft, in der sie nicht ihren Ruhestand verbringen wollte. In den 30er Jahren glaubte man noch, Pöppelmann sei der Architekt gewesen. Es handelt sich auch im "Fall Schatz" lediglich um eine Zuschreibung neuerer Zeit, basierend auf einer Magisterarbeit in Leipzig bzw. auf dem "Gefühl" einer Studentin der Kunstgeschichte, nicht auf Fakten. Es fehlt übrigens in der obigen Darstellung der illustre Schlossbesitzer von 1870 bis 1880, der wesentliche Umbauten (1875) durchführen u. den Krubsacius zugeschriebenen Rokoko-Park um 1876 in einen Landschaftspark umwandeln ließ: der Pariser Hochstapler Frédéric Shears (1836-1886), der sich "Baron de Lagotellerie" nannte. Den augenfälligen, 2 Achsen im EG (an der SO-Ecke) beanspruchenden Erker dieser Shears-Episode, der an sich Anspruch auf Denkmalschutz hatte, ließ Marco Cormann (Herkunft: Aachen) in der Jahren nach der Inbesitznahme entfernen. Die Galerie von Shears im Innenhof aus Lauchhammer-Gusselementen, die dem Gebäude das Aussehen eines Sanatoriums verlieh, soll bereits unter dem auf Shears folgenden Besitzer (v. Arnim) abgebaut worden sein. Cormann, der eine moderne Ausgabe des "Barons de Lagotellerie" ist, war übrigens 2019 gescheitert, als er sich um die Übernahme des Barockschlosses Wachau bewarb und den Gemeindevertretern wie seinerzeit in Otterwisch "Großes" prophezeite bzw. das Blaue vom Himmel versprach, dabei versichernd, dass er aus einer "sehr reichen Familie" käme und bereits "1,6" Mill. Euro ins Otterwischer Schloss investiert habe (Wo???). Offenkundig hatte sich die Gemeinde Wachau vorher in Otterwisch erkundigt über das "Große", das er dort vollbracht hatte...

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