Alternativname(n)  Schieferhof
Nutzung
  • Privatbesitz

Gorsleben

Lage
Bundesland
Thüringen
Ort
06577 Gorsleben
Lage
südlich der Kirche
Koordinaten
51.27902°, 11.18106°
Beschreibung

massives Obergeschoss, Fachwerkobergeschoss, Treppenturm, dreigeschossiger Ostgiebel aus Fachwerk

Historie

um 1620
erbaut


Literatur und Quellen

  Eißing, Stephanie / Jäger,  Franz (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Thüringen, München 2003


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Gutshaus Gorsleben Gorsleben 0,10 km
Gutshaus Gorsleben Gorsleben 0,11 km
Untere Sachsenburg Oldisleben-Sachsenburg 1,92 km
Obere Sachsenburg Oldisleben-Sachsenburg 2,39 km
Schloss Kannawurf Kannawurf 3,22 km
Festung Heldrungen Heldrungen 3,44 km
Herrenhaus Kannawurf Kannawurf 3,48 km -
Gutshaus Harras Oberheldrungen-Harras 3,82 km
Schwedenschanze (Kindelbrück) Kindelbrück-Riethgen 4,47 km -

1 Kommentar

  1. Image

    Gutshaus Gorsleben, Schieferhof: Der Schieferhof wurde nach dem mit Schiefer gedeckten Gutshaus benannt. Er ist ein Dreiseitenhof, bestehend aus dem staatlichen Gutshaus an der Südostseite und den in veränderter Form erhaltenen Wirtschaftsgebäuden, dem langgestreckten Stallungs- und Speicherbau an der Nordseite und einer Stallung an der Westseite. Das Rittergut entstand wohl im 14. Jahrhundert. Das Gutshaus wurde um 1617/18 erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Fachwerkanbau an der Nordseite angefügt. Im Erdgeschoss sind Teile eines Vorgängerbaus enthalten. Über dem Zugangsportal an der Nordseite befindet sich eine Wappentafel mit Inschrift und zwei Familienwappen. Links das Wappen der Familie von Germar, rechts das der Familie von Bendeleben. Als Burglehen gehörte der Schieferhof zu den Sachsenburgen. Das Rittergut wird als Stammsitz der Ritter von Gorsleben vermutet. Seit dem 15. Jahrhundert bis 1730 befand es sich im Besitz der Familie von Germar (1, 2) Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das Gut dem königlich preußischen Leutnant C.G. Kirchheim und wurde als Thüringens erstes „Geschichtsmuseum“ für Fundstücke des Vereins für Erforschung des vaterländischen Althertums in Kunst und Geschichte“ – Thüringens ältestem Geschichtsverein – genutzt. (3) Das Gebäude ist durch seine Fachwerkfassade ein überregional bedeutendes Denkmal der Fachwerkbaukunst. (2) Es befindet sich heute in privatem Besitz. Quellenverzeichnis: (1) „Der abgestorbene Adel der Provinz Sachsen“ von 1884 (2) Topografie vom Landesamt für Denkmalpflege Erfurt (3) Zeitungsartikel „Noch gibt es keine Gedenktafel, von Frank Boblenz in Thüringer Allgemeinen v. 09.08.2019