Tannroda

Blaues Schloss

teilweise erhaltene Burg Tannroda


Copyright © Lothar Groß

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
LandkreisWeimar-Land
Ort99448 Bad Berka-Tannroda
Lage:am westlichen Ortsrand auf dem Lindenberg
Geographische Lage:50.858569°,   11.243964°

Beschreibung

An der höchsten Stelle der unregelmäßigen Anlage steht der Bergfried auf einem gemauerten Sockel. Hinter dem Bergfried haben sich Reste des ehemaligen Wohngebäudes mit rundbogigem Eingang erhalten. Die Wirtschaftsgebäude befinden sich im äußeren Bereich.

Die Burg war Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft und Stammburg des Dynastengeschlechts der Herren von Tannroda. Nach einem Brand im Jahre 1551 wurde die Ruine in ein zweiteiliges Schloss (Rotes und Blaues Schloss) umgebaut.

Turm

Bergfried

Höhe:22,00 m

Nutzung zwischen 1945 und 1990

nach 1970 leerstehend


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Herren von Tannroda (Stammsitz)als Erbauer
Herren von Tannrodabis 1392, ab 1383 als Lehen der Grafen von Wettin
Herren von Querfurt1392–1418 als Lehen
Vitzthume von Apoldaab 1418
Apel Vitzthum1465
Grafen von Gleichen–Blankenhain1465–87
Herren von Bünau1487 Kauf
Herren von Gleichen1596
Herzöge von Sachsen–Weimar1775/76
Freiherren von Gleichen–Rußwurm1854–1945
Gemeinde Bad Berka1994
Stiftung Burg Tannroda2019

Historie

12.Jh? für die Herren von Tannroda (Stammsitz) errichtet
1194erwähnt
1365vergebliche Belagerung der Burg durch die Erfurter Bürgerwehr bei den Kämpfen zwischen dem Landgrafen von Thüringen und den thüringischen Städten
1383die Herren von Tannroda müssen die Lehnshoheit des Landgrafen anerkennen
1465die Burg ist im Besitz des Raubritters Apel Vitzthum, sie wird durch die Erfurter im Bunde im Weimarer Bürgern zerstört
1551nach einem Brand wird die Burg in ein zweiteiliges Schloss (Rotes und Blaues Schloss) umgebaut
1775das Rote Schloss und der Bergfried brennen nach einem Blitzeinschlag aus, Nutzung als Schatullgut
1797–1818Nutzung als Rittergut
ab 1818Nutzung als Kammergut
1824Abbruch des „Roten Schlosses“
Ende 19. Jh.Nutzung des Bergfrieds als Aussichtsturm
Juli1910 Beschädigung des Gutes durch Blitzschlag
nach 1970Sanierung des Bergfrieds
seit 1990umfassende Sanierungsmaßnahmen


Ansichten



Copyright alle Bilder © Lothar Groß


Quellen und Literatur

  Bienert, Thomas [2000]:  Mittelalterliche Burgen in Thüringen, 1. Aufl., Gudensberg-Gleichen 2000
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2019]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 2, 1. Aufl., Quedlinburg 2019
  Köhler, Michael [2003]:  Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2. Aufl., (o.O.) 2003
  Landkreis Weimarer Land (Hrsg.) (o.J.):  Burgen und Schlösser im Weimarer Land, (o.O.)
  Lange, Klaus-Peter / Dreßler,  Roland [1991]:  Thüringische Herrensitze an der Ilm, 1. Aufl., Jena 1991
  Maresch, Hans und Doris [2008]:  Thüringens - Schlösser & Burgen, 1. Aufl., Husum 2008


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