• Bild 1: © Thomas Hesse
    Bild 2: © Albert Speelman, Utrecht
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Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
Wartburgkreis
Ort99830 Treffurt
Lage:auf einem Bergsporn am östlichen Ausläufer des Schlierbachwaldes oberhalb von Treffurt
Koordinaten:51.140543°, 10.237583°
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Objekte im Umkreis



Beschreibung

Die überwiegend romanische Burganlage bildet einen unregelmäßigen polygonalen Grundriss. Sie wird von einer Ringmauer umschlossen, an deren Innenseite zwei wehrhafte viereckige Wohntürme und drei weitere Gebäude anlehnten. Der große Wohnturm befindet sich im NW der Anlage. Er hat eine Seitenlänge von ca. 11 x 8 m bei einer Höhe von 21,40 m. Der kleinere Wohnturm befindet sich im NO der Anlage. Der Bergfried aus sorgfältig geglätteten Quadermauerwerk steht frei im Burghof. Im Norden zur Hauptangriffsseite hin befindet sich ein breiter Halsgraben, während sich im Süden der Zwinger und die Vorburg befinden.
Die Burg wurde 1294, 1333 und 1336 belagert.

Erhalten: Palas, Bergfried, Wohntürme

Turm

Turmdaten

Form:rund
Höhe:22 m
Außendurchmesser:9,5 m
Höhe des Eingangs:12 m
Mauerstärke:2,5 m

Nutzung zwischen 1945 und 1990

  • Gaststätte (bis 1971)
  • "Jugendklubs Normannstein" (1978)

Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Herren von Spangenberg
Erzbistum Mainz
Preußen1815
Rittergutsbesitzer Gustav Döring1894

Historie

2.Hälfte 12.Jh. für die Herren von Treffurt (Stammsitz) errichtet
1104 ("Pilgrim von Treffurt" in einer Urkunde des Erzbischofs von Mainz)
um 1192die Herren von Treffurt sind landgräfliche Vasallen
Anfang 13. Jh.Spaltung der Herren von Treffurt in die Zweige von Treffurt und von Spangenberg
1227Friedrich II. von Treffurt begleitet Landgraf Ludwig IV. auf dem Kreuzzug
um 1230–40Errichtung der beiden Wohntürme
1246Friedrich II. von Treffurt wird durch Pabst Innozenz IV. als Ratgeber des Königs Heinrich Raspe bezeichnet
Anfang 14. Jh.die Herren von Treffurt entwickeln sich zu Raubrittern
1333und 1336 Eroberung der Burg als Raubritternest durch die Landgrafen von Hessen und Thüringen und den Erzbischof von Mainz
nach 1333Aufstockung des Bergfrieds
1337die wieder aufgebaute Burg wird Amtssitz
16. Jh.kurzzeitige Nutzung als Gefängnis, die Burg wird aufgegeben
1894Einrichtung einer Gaststätte im Kapellengebäude
1952das Gebiet um Treffurt wird zur Sperrzone erklärt, die Burg darf nicht mehr von Touristen besucht werden
1996Beginn umfangreicher Sanierungsmaßnahmen
1999Eröffnung der Aussichtsplattform auf dem nw Turm
seit Sommer 2005weitere Erhaltungsmaßnahmen

Quellen und Literatur

  • Bienert,  Thomas: Mittelalterliche Burgen in Thüringen,  Gudensberg-Gleichen 2000
  • Jost,  Bettina: Die Stellung der Burg Normannstein über Treffurt in der Burgenarchitektur Thüringens, in: Burgen und Schlösser in Thüringen 1999/2000, S. 6ff,  Jena 2000
  • Michael,  Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze 2003
  • Neuenfeld,  Klaus: Streifzüge durch Thüringer Residenzen,  Langenweißbach 2012