Alternativname(n)  Kellnerei
Links

Randerath

Lage
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Ort
52525 Heinsberg-Randerath
Lage
Koordinaten
51.01439°, 6.17701°
Beschreibung

zweigeschossiger Backsteinbau mit Mansarddach, in der Mitte der stadtseitigen Front Reste eines Burgturms

Erhalten: Kellnerei

Die Burg Randerath wurde um das Jahr 900 auf Fundamenten römischer Gebäude oder Befestigungsanlagen errichtet. Sie wird erstmals 1157 in einer Urkunde erwähnt, war von einem Wassergraben umgeben, über den eine Zugbrücke führte und war ein reiner Verteidigungsbau. Nach der Zerstörung von Stadt und Burg Randerath im Jahre 1542 bleibt die Burg allem Anschein nach lange Zeit Ruine, denn 1609 erwähnt der berühmte evangelische Geistliche Kaspar Sibelius, der von 1609 bis 1611 in Randerath tätig war, die Burg als Ruine. Ab 1656 wurde innerhalb der Burganlagen eine Glashütte betrieben. Bei größeren Umbauarbeiten an der Burg von 1900 bis 1918 wurden viele tausend Scherben gesichtet, darunter auch halbfertige Krüge. Es ist anzunehmen, daß in früherer Zeit die Töpferei das am stärksten betriebene Gewerbe auf der Burg Randerath gewesen ist.

Historie

1157
erwähnt
1157
durch den Erzbischof von Köln zerstört und anschließend wiederaufgebaut
14.Jh.
Bau des Turms
1542
im Geldrischen Erbfolgekrieg zerstört
ab 1656
Nutzung als Glashütte
1670
zerstört
1717
zerstört
1762
bis auf den Burgturm abgebrochen
1766
Bau der Kellnerei (nach Plänen von J. Montz)
um 1830
Abbruch des Burgturms

Besitzer

ErbauerHerren von Randerath (Stammsitz)
Herzöge von Jülich



Literatur und Quellen

  Friedrich, Reinhard / Päffgen,  Bernd: Mittelalterliche Burganlagen in Kölner Bucht und Nordeifel bis zum Ende des 13.Jahrhunderts, Bonn 2007
  Jochims, Richard / Rita,  Müllejans-Dickmann, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Kreisstadt Heinsberg. Rheinische Kunststätten 459, Neuss 2000


Bilder




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