Nutzung
  • Veranstaltungsort
  • Standesamt

Burgau

Lage
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Kreis
Ort
52355 Düren-Niederau
Adresse
Von-Aue-Straße 1
Lage
Koordinaten
50.76706°, 6.50015°
Beschreibung

zweiteilige Wasserburg, dreiflügelige Hauptburg über frühmittelalterlicher Motte, viergeschossiger Wohnturm, Vorburg zweigeschossige Dreiflügelanlage aus Backstein mit auskragenden Ecktürmen

Das Schloss ging vermutlich aus einer mittelalterlichen Motte hervor. Bei Grabungen wurden Mauerreste unter dem heutigen N-Trakt ergraben. Der älteste noch erhaltene Gebäudeteil ist der viergeschossige Wohnturm, dessen obere Geschosse aus dem 14./15. Jhd. datieren, die zwei unteren Geschosse sind im Kern älter. Das heutige Walmdach stammt aus dem 17.Jh., Erkwarten und Fenster aus dem 19.Jh. Der Erker stammt aus dem Jahr 1551 und besitzt ein Allianzwappen Elmpt/Weworden. Der Erker zählte eins zu den schönsten der frühen deutschen Renaissance im Rheinland und wurde 1985 rekonstruiert. Die Dreiflügelanlage der Hauptburg umschließt einen barocken Ehrenhof. Die Vorburg ist eine zweigeschossige Dreiflügelanlage aus Backstein mit vier auf Konsolen vorkragenden runden Ecktürmchen unter geschweiften Hauben und teilweise Schießscharten in zwei Ebenen.
Bergfried
Form
rechteckig
Grundfläche
10,00 x 7,50 m
(max.) Mauerstärke
1,25 m
Park
An der Südseite der Anlage quadratische Garteninsel des 18.Jh., ein Volksgarten entstand nach 1917.

Historie

um 1100
für die Herren von Heinsberg errichtet
1234
(Ritter Amilius von Auwe/de Owe)
14./15.Jh.
Errichtung der oberen Geschosse des Wohnturms
1551
Errichtung des Erkers am Südturm
17.Jh.
der Wohnturm erhält ein hohes Walmdach
1675–1684
Aus- und Umbau der Dreiflügelanlage der Hauptburg
1685–1699
Bau der Vorburg
Ende 18.Jh.
Erweiterung der Vorburg und Errichtung der steinernen Brücke
nach 1920
das Schloss wird Ausflugsziel; Einrichtung eines Restaurants im Schloss; Erschließung der Parkanlage
1944
das Schloss wird im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt; durch die Entnahme von Baumaterial verfällt das Schloss allmählich
1976–1991
rekonstruierender Wiederaufbau des Schlosses

Besitzer

ErbauerHerren von Heinsberg
1439 Johann von Auwe erhält das „Haus tzo Auwe“ als Lehen der Herren von Heinsberg
1475 Wilhelm von Elmpt wird mit der Herrschaft Burgau belehnt
1484 Herzöge von Jülich
Ende 19. Jh. Grafen von Keyserlingk
1915 Rittergutsbesitzer Ernst Nienhausen
1917 Stadt Düren



Literatur und Quellen

  Gondorf, Bernhard: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7
  Topel, Wolf-Rüdiger, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Schloss Burgau, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 77/2, S. 95ff, Braubach/Rhein 1977


Bilder




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