Nachdem die auf dem unmittelbar nördlich gelegenen äußeren Spornende gelegene Burg Alt-Kalden zunehmend Teile durch Erdrutsche verlor, wurde unmittelbar südlich ihres Halsgrabens auf dem geräumigeren inneren Spornteil als Nachfolger ab 1515 die Burg Neu-Kalden im Bereich der ursprünglichen Vorburg errichtet. Die annähernd viereckige Burg verfügte neben einem vollständigen Bering (Mauerstärke in Tornähe ca. 90 cm) über vier runde Ecktürme und in der Mitte der Südseite ein Tor mit zwei flankierenden runden Tortürmen. Hinzu kamen alten Zeichnungen (bereits als Ruine) ein paar größere Gebäude in der Burg. Auf der gefährdeten Südseite trennte ein 25-30m breiter Halsgraben den Sporn mit der Burg vom übrigen Hochland über dem Illerufer. Bereits 1692 wurde Neu-Kalden ebenfalls wegen Gefährdung durch Hangrutschungen aufgegeben.Erhalten:Einzig der westliche flankierende Torturm steht noch in seinen unteren Teilen, außerdem finden sich im Südwesten spärliche Mauerreste über dem Halsgraben und Geländespuren eines größeren Gebäudes ebenfalls in der Nordwestecke. Alles übrige Mauerwerk ist nach 1803 und insbesondere 1840 komplett als Steinbruch abgerissen worden, sodaß heute die einstige Ausdehnung nur noch durch den breiten Halsgraben im Süden und den Abschnittsgraben gegen Alt-Kalden im Norden erkennbar ist, außerdem teilweise durch die Steilkanten zum Kaldener Bachtobel (Westseite) bzw. zur Iller (Ost-/Nordostseite) erkennbar ist. Insbesondere letztere Steilkante ist durch Bergstürze nach 1830 jedoch bereits ein gutes Stück ins ehemalige Burgareal vorgerückt, insbesondere fehlt die gesamte einstige Nordostecke.
Außendurchmesser des Rundturms ca. 6 m