zweigeschossiger Bau mit KrüppelwalmdachDas Schloss hatte viele verschiedene Eigentümer, dabei handelte es sich nie um Württemberger bzw. schwäbische Familien, sondern sie stammten aus Mecklenburg, Holland, Hannover, Weimar, Franken, Bayern und Österreich. Die lange Baugeschichte erklärt sich dadurch, dass das Gelände immer über die weibliche Linie vererbt wurde. Damit wechselte zwar immer der Name der Eigentümer, das Schloss blieb aber in Familienbesitz. Die eingeheirateten Männer machten das Gelände dann zum Familiensitz und bauten es nach ihren Vorstellungen um. Bei den Eigentümern handelte es sich primär nicht um Adelige, sondern um Ehrbarkeit, also bürgerliche Oberschicht. Zwischen 1650 und 1750 war das Gelände ein Freigut mit häufigem Eigentümerwechsel. Aber 1749 war das Gelände im Besitz der Familie Stockmayer, deren Nachkommen das Gelände heute noch gehört. Die derzeitigen Eigentümer sind die Ur-Ur-Ur-Enkel von Johann Friedrich Stockmayer. Auf Grund der Vererbung über die weibliche Linie wohnten im Laufe der Jahrhunderte Vertreter der Familien Eichmann, Stockmayer und Abel auf dem Gelände. Die größte Ausdehnung hatte das Gelände um 1800, als viele Häuser in Großheppach sowie sämtliche Weinberge zum Schloss gehörten. Ab 1865 verringerte sich der Besitz und erhielt ein neues Zwischenhoch um 1900, als Freiherr von Gaisberg-Helfenberg einheiratete. [Text mit freundlicher Genehmigung von Maximilian von Gaisberg-Schöckingen]