Größte und älteste mittelalterliche Burganlage des Bayerischen Waldes, auf langgestrecktem Felsrücken. Ältester Teil ist die Kernburg mit dem Bergfried und den sich östlich an diesen anschließenden Gebäuden der Oberen Burg (kleiner Burghof mit Eingangstor nach Westen in die innere Vorburg, Palas, Kemenatenbau, Burgkapelle, große runde Zisterne). Diesen umgibt nach Norden, Nordosten und Osten ein Zwinger, der sich auf der Südseite in eine innere Vorburg erweitert (großer Hof – auch für Feste, Gesindeküche, Gesindehaus mit Dürnitz, Gesinde-Vorratskeller, Brennofen mit Trockenkammer, Ecksicherungsturm nach Südwesten mit Fluchtgang nach außen, Pferdestall, Haupttor nach Süden (nicht freigelegt, unter südlichstem Teil des Biergartens der Burgschänke), großer Torsicherungsturm auf Südseite östlich des Tores. Große Teile dieser inneren Vorburg liegen im Abschnittsgraben zwischen diesem östlichen Teil der Gesamtanlage, der weitgehend ausgegraben und rekonstruiert ist, und dem sich daran anschließenden westlichen Teil der Doppelburganlage, von dem nur geringe Teile ausgegraben sind und der eine größere Länge aufweist, als der östliche Teil, allerdings wohl nur in seinem westlichsten Teil größere Gebäude aufwies (Äußerer (westlichster) Hof, Innerer (westlicher) Hof, auf westlicher Nordseite wohl ein weiterer Palas oder Wohnturm auf den Felsen, von dem allerdings bisher keine Mauerreste gefunden werden konnten. Der westliche innere Hof und insbesondere der breite, teils bebaute Graben westlich der östlichen Kernburg sind aus dem Felsrücken herausgehauen und dienten wohl gleichzeitig als Steinbrüche beim Bau der Burg.Erhalten:Von der originalen Burg sind nur Grundmauern erhalten, im Bereich des Palas der östlichen Kernburg teilweise bis zum Ansatz der untersten Gewölbe. Der östlichste Teil der Doppelburganlage ist weitgehend ausgegraben (mit Ausnahme von Abschnitten der äußeren Mauer), die ausgegrabenen Mauerreste wurden anschließend in Stück weit wieder aufgemauert – im Falle des Bergfrieds in Form einer Komplettrekonstruktion mit einer Höhe von 22 Metern, wobei seine Neuerrichtung auf Vermutungen zur ursprünglichen Ausführung beruht. Im Bereich der östlichen Vorburg (Unterburg) wurden zusätzlich ein Burgmuseum und eine Burgschänke errichtet. Der etwa gleich ausgedehnte westliche Burgteil der Doppelanlage ist nur zu geringen Teilen ausgegraben, nicht rekonstruiert und großteils überwuchert. Vom Bergfried weiter Blick – unter anderem zur nördlich benachbarten Burg Neunußberg.
Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,5 m