Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
  • Gaststätte
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Giechburg

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
96110 Scheßlitz
Lage
auf einem Felskegel des Jura
Koordinaten
49.95498°, 11.04946°

Beschreibung

Durch die gotische Toranlage gelangt man in den an drei Seiten umbauten Burghof. Am Nordtrakt befinden sich ein Erkertürmchen und ein Treppenturm. An der Ostseite befindet sich der noch aus dem 13.Jh. stammende quadratische Bergfried als ältester Teil der Ruine. Die Ringmauer mit den sechs Rundtürmen und den Bastionen stammt aus der Zeit des festungsmäßigen Ausbaus um 1600.
Erhalten: Bergfried, Umfassungsmauern

Durch die gotische Toranlage gelangt man in den an drei Seiten umbauten Burghof. Am N-Trakt befinden sich ein Erkertürmchen und ein Treppenturm. An der Ostseite befindet sich der noch aus dem 13.Jh. stammende quadratische Bergfried als aÄltester Teil der Ruine. Die Ringmauer mit den sechs Rundtürmen und den Bastionen stammt aus der Zeit des festungsmaßßigen Ausbaus um 1600.


Reliefansicht im BayernAtlas

Historie

um 1120 für die Herren von Giech (Stammsitz) errichtet
Mai 1125 (Erwähnung des 0132Willehalm liber homo de Giche“ als Zeuge für das Kloster Michelsberg)
1140 (Erwähnung der Herren de Gieche als gräfliche Dienstmannen)
ab 1142das Hochstift Bamberg und die Grafen von Andechs–Plassenburg streiten um die Giechburg
13. Jh. Durchführung von Aus-/Umbauten
1430durch die Hussiten verwüstet und anschließend wiederaufgebaut
1430–1446Aufbewahrungsort des Bamberger Domschatzes
1525im Bauernkrieg leicht beschädigt
1553im Zweiten Markgrafenkrieg schwer beschädigt; anschließend Durchführung von Instandsetzungsarbeiten
1599–1609großzügiger Wiederaufbau als Renaissancefestung durch Bischof Johann Philipp von Gebsattel
1693nach dem Tod des Fürstbischofs Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg wird die Ausführung von geplanten und begonnenen Erweiterungsbauten eingestellt
1802/03nach der Säkularisierung wird die Burg vom bayerischen Bauinspektor von Hohenhausen durch das Abdecken der Dächer mutwillig zur Ruine gemacht
1962–1971Durchführung erster Instandsetzungsmaßnahmen unter Friedrich Karl Hohmann
1971–1974Sanierung der Ruine und Einrichtung einer Gaststätte
1983Einweihung des renovierten Bergfrieds
1987Abschluss von Sanierungsarbeiten; 2012 Durchführung einer burgenkundlich-bauhistorischen Untersuchung und Sanierung der Anlage

Besitzer

ErbauerReginboto; Graf von Giech
Stammsitz Grafen von Giech
1130 Grafen von Andechs-Meranien
1255 im Verlauf des Meranischen Erbfolgestreits übergibt Kunemund II. von Giech die Burg dem Bamberger Bischof
1260 nach Beendigung des Erbfolgestreits wird die Burg den Grafen zu Truhendingen zu Lehen überlassen
Bischof Lambert von Brunn bringt die Burg in den Besitz des Hochstifts Bamberg
1390 die Burg wird Sitz eines bischöflichen Amtes
Anfang 19. Jh. Bayern
1819 Hermann von Giech
1971 Kauf Landkreis Bamberg



Literatur und Quellen

  Borowitz, Peter / Bach-Damaskinos,  Ruth: Schlösser und Burgen in Oberfranken, Nürnberg 1996
  Breuer, Tilmann (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bayern I: Franken, München 1999
  Burger, Daniel: Die Landesfestungen der Hohenzollern in Franken und Brandenburg im Zeitalter der Renaissance, (o.O.) 2000
  Burger-Segl, Ingrid, Bezirk Oberfranken (Hrsg.): Archäologische Streifzüge im Meranierland am Obermain, Bayreuth 1999
  Hohmann, Friedrich Karl, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Die Wasserversorgung der oberfränkischen Burg Giech (Kreis Bamberg), in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 1973/1, S. 31ff, Braubach/Rhein 1973
  Paschke, Hans, Historischer Verein Bamberg (Hrsg.): Die Giechburg in ihrer Glanzzeit unter Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel (1599-1609)., Bamberg 1975
  Zeune, Joachim: Burgruine Giechburg. Kleine Kunstführer 2839, Regensburg 2014
  Giech


Bilder




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