vierflügelige Anlage um einen weitläufigen Ehrenhof mit Torhaus
Barockschloss, erbaut von 1667-75 durch Fürstbischof Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg und seiner Frau Sophie von der Pfalz. Zweigeschossige regelmäßige Vierflügelanlage mit Torhaus sowie im Wechsel zwischen zwei Voll- und zwei Mezzaningeschossen errichteter 17-achsiger Haupttrakt, sogenannter Corps de Logis, als Abgrenzung zu dem angrenzenden langrechteckigen Barockgarten in südlicher Flucht, umrahmt einen vorgelagerten Ehrenhof. Alle Gebäudeteile sind mit Balusterbrüstung und seit dem 18. Jahrhundert mit steilen Walmdächern ausgestattet, mit vereinzelt erhaltenen kleinen Gauben. Regelmäßig feingliedrig mit Rechteckfenstern gegliederte Fassade der Haupt- und Nebenflügel, dadurch streng symmetrische Gestaltung der Gesamtanlage. Ehrenhof mit durch seitliche Lisenen vertikal betontem Torhaus, mit zwei eingeschossigen und einem zweigeschossigen rundbogigen Sandsteintor. Platzierung des Torhauses in gerader Flucht zu dem von Säulen gerahmten zweigeschossigen Eingangsportal mit welfischen Wappen am Corps de Logis. Seit Mitte der 1970er Jahren Hauptsitz der Verwaltung der Universität Osnabrück, weiterhin als Veranstaltungsort im Innen- und Außenbereich genutzt. Gestapokeller der Nationalsozialisten im Untergeschoss des Westflügels gelegen, der Zugang erfolgt über den Innenhof. Fünf Haftzellen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) für ausländische Zwangarbeitende im Zweiten Weltkrieg. Heute Gedenkstätte mit Ausstellung.
Lizenz: CC by-sa/4.0
seitenverkehrte Ansicht, um 1780