Nutzung
  • Privatbesitz

Wiedelah

Lage
Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
38690 Goslar-Wiedelah
Lage
an der SO-Ecke des Dorfes
Koordinaten
51.94760°, 10.56396°
Beschreibung

Wiedelah besitzt eine quadratische, kastellförmige Kernburg mit den Maßen 35 x 38 m. Nord-, West- und Südflügel gruppieren sich um einen schmalen, rechteckigen Hof. Der Ostflügel wurde abgebrochen, so dass der Hof nach Osten geöffnet ist. In der Mitte des Südflügels befindet sich der Bergfried, der bis zur Traufhöhe des Flügels abgebrochen wurde. Der ehemalige Palas befindet sich an der östlichen Seite des Südflügels. Die Tordurchfahrt befindet sich im Nordflügel, daneben ein quadratischer Wachtturm von 5,5 x 5,5 m Grundfläche und 30,5 m Höhe.

Burg Wiedela zeigt in der Platzwahl eine ausgeprägte Niederungslage im eiszeitlichen Talzug der Oker. Der umlaufende Wassergraben ist in Teilstücken erhalten. Die Kernburg ähnelt einem quadratischen Kastell. Einzelformen, besonders an der Nordseite, belegen Umbauten während der Renaissance-Zeit.
Maße
Vorburg ca. 150 x 160 m
Kernburg ca. 35 x 38 m
Bergfried
Form
rechteckig
Grundfläche
9,00 x 8,00 m
(max.) Mauerstärke
3,50 m

Historie

1292–1297
für die Herren von der Gowische errichtet
1312
(„Widela“)
1341
die Brüder Hermann; Sigfried und Albrecht von der Gowische verkaufen die Burg an Bischof Heinrich III. von Hildesheim
1426/27
in der Schwicheldtschen Fehde belagern und erobern Goslar; Braunschweig und Hildesheim mit Verbündeten die Burg gegen von Schwicheldt
1427
von Schwicheldt wird gefangengenommen; besitzt aber 1430 wieder die Burg
1523
die Lehenshoheit fällt an Herzog Heinrich den Jüngeren von Braunschweig
1547
endgültige Vertreibung der von Schwicheldt wegen ihrer Teilnahme am Schmalkaldischen Krieg
1595–1600
Ausbau zum Renaissanceschloss
1626
Eroberung durch Wallenstein
nach 1802
preußische Staatsdomäne

Besitzer

ErbauerHerren von der Gowische
bis 1312 Domstift Goslar
1312 Bischof von Halberstadt
1569 Herren von Quitzow
1648/49–1802 Bischöfe von Hildesheim



Literatur und Quellen

  Brüning, Kurt / Schmidt,  Heinrich (Hrsg.): Niedersachsen/Bremen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 2, 5.00. Aufl., Stuttgart 1986
  Stolberg, Friedrich: Befestigungsanlagen im und am Harz - Von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit, 2.00. Aufl., Hildesheim 1983, ISBN 978-3826910029
  Weiß, Gerd (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bremen Niedersachsen, München 1992


Bilder




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