Elmendorf

Dreibergen

Burgrest Elmendorf

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
LandkreisAmmerland
Ort26160 Bad Zwischenahn-Elmendorf
Lage:am Nordufer des Zwischenahner Meeres
Geographische Lage:53.213704°,   8.021435°

Beschreibung

Drei-Hügel-Motte, zwei 5 m bzw. 7 m hohe, mit Gräben umgebene Hügel, Hauptburg mit zwölfeckigen, hölzernen Turm



Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Am Nordrand des Zwischenahner Meeres gelegen liegt die auch über das Ammerland hinaus bekannte Burg Elmendorf.

Es handelt sich um eine Doppelmotte mit einem weiteren flacheren Hügel als Vorburg, der über einer alten Hofstelle angelegt wurde. Zwei höhere Hügel waren die Wohnturmhügel (der größere mit einer Oberfläche von 500 m²). Jeder Hügel war von einem Graben umgeben und mit Brücken verbunden. Der größere Hügel I hat am Fuß einen Durchmesser von 50 bis 55 m und eine Höhe von 7 m. Der kleinere Hügel II einen Durchmesser von 35 bis 45 m und eine Höhe von 5 m. Die Plateauflächen betragen heute ca. 22 x 25 m bzw. 12 x 20 m. Vor Aufschüttung der Hochmotten wurden mächtige Eichenbalken als Stützgerüst in den Boden gerammt. Dann hat man den Hügel als Stufenpyramide aufgeschüttet. Die Stufenwände wurden wiederum mit dicht gepackten Holzpfählen abgestützt. Darüber kam Erde. Ein faschinengestützter, innerer Graben war bis 8 m breit und bis 2,5 m tief. Der äußere alles umgebende Graben war 4 m breit und 2,5 m tief. Auf Hügel I stand ein zwölfeckiger Holzturmes von 12 m Durchmesser. Im 2. Viertel des 13. Jhs. wurde hier ein Fachwerkhaus mit Herdstelle errichtet. Den Rand des Hügelplateaus umgab eine Palisade. Auf dem zweiten Hügel stand ein vergleichbarer Turm. Hier wurde 1943 ein Luftschutzbunker durch den Hügel getrieben, wodurch die Erhaltung der archäologischen Befunde Einschränkungen unterworfen war. Die Burgkapelle St. Bartholomäus befand sich südlich der Anlage am Ufer des Zwischenahner Meers im Bereich der heutigen Gaststätte "Fährkroog". Es sind zwei hohe Hügel erhalten und eine kleine Erhebung als Vorburg nördlich davor.

Sie wurde im frühen 12.Jh. angelegt unsd bereits kurz nach 1331 aufgegeben. Sie befand sich zur Zeit Graf Egilmars II. von Oldenburg im Besitz eines Ritters Friedrich von Anvorde und wurde später Sitz der Grundherrschaft Elmendorf, die 1331 in den Bestitz der Oldenburgr Grafen überging.

SDurch die Ausgrabungen konnte eine Entwicklung vom Gehöft zur Burg vom Typ Motte nachgezeichnet werden. Im Bereich der späteren Vorburg entstand im 9. Jh. eine palisadenbewehrte Siedlung mit mehreren kleinen Gebäuden. Das Fundmaterial hebt die Ansiedlung durch das Vorhandensein von Zeugnissen spezialisierten Handwerks aus dem bäuerlichen Milieu heraus. Ende des 10. Jhs. kam es zu einer gewaltsamen Zerstörung. Um 1000 wird ein neuer Hof gebaut. Im 11. Jh. errichtete man neben dem Gehöft eine kaum erhöhte Anlage mit einer Grabenumwehrung. Sie brannte um 1100 ab. Schließlich stellte man in der Mitte des 12. Jhs. die beiden hohen Hügel fertig.

Lizenz:CC by-sa/4.0/

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas


Kapelle

Patrozinium:St. Bartholomäus
Hölzerne Burgkapelle St. Bartholomäus, zwischen den Burghügeln und dem Zwischenahner Meer gelegen, 1134 von Erzbischof Siwar geweiht, keine Reste.


Turm

Bergfried

Form:rechteckig
Höhe:10,00 m
Grundfläche:10,50 x 10,00 m

Maße

Durchmesser des größeren westlichen Hügels ca. 50-55 m, Höhe ca. 7 m
Durchmesser des kleineren östlichen Hügels ca. 35-45 m, Höhe ca. 5 m
Größe der Anlage ca. 1,2 ha

Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grafen von Oldenburg

Historie

9.Jh.erbaut
Ende 10. Jh.zerstört
Mitte 12. Jh.Errichtung eines Neubaus
Ende 13. Jh.verfallen
14. Jh.abgebrannt
1966–1968archäologisch untersucht


Quellen und Literatur

  Heine, Dr. Hans-Wilhelm, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) [2010]:  Ehemalige Burg Elmendorf (Dreibergen) am Zwischenahner Meer, 1. Aufl., (o.O.) 2010


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