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Lage
Bundesland
Hessen
Ort
65594 Runkel
Adresse
Schlossplatz 2
Lage
auf einem steilen Felsen über dem Stadtkern und über der Lahn
Koordinaten
50.40576°, 8.15673°
Beschreibung

Die Ruine der Kernburg erhebt sich in Spornlage auf der höchsten östlichen Stelle des Lahnfelsens. Westlich tiefer vorgelagert befindet sich die Unterburg mit den erhaltenen Wohngebäuden. Sie besteht aus drei Querflügeln mit zwei Höfen. Der äußere Hof wird vom viergeschossigen Mittelflügel, dem gotischen Palas mit spitzbogiger Durchfahrt dominiert. Daneben befinden sich das „Neue Kelterhaus“ sowie der dreigeschossige Südflügel.

Der kleinere innere Hof wird durch den Nordflügel dominiert. Nördlich davon befindet sich die Ruine des viergeschossigen Palas mit Kellergewölben. Er besitzt an der nördlichen Schmalseite einen fünfeckigen Turm. An den Turm schließt sich eine Mantelmauer mit vorgebautem Zwinger an. #I#n der Mitte der Kernburg befindet sich der viergeschossige Bergfried aus Bruchsteinmauerwerk. Südlich des Bergfrieds befindet sich ein hofähnliches Plateau, welches durch eine starke Schildmauer und einen quadratischen Wehrturm begrenzt wird.

Erhalten: Umfassungsmauern der Hauptburg, Unterburg

Funktion

Die Burg diente der Sicherung des Lahnübergangs.

Maße
Nordturm ca. 7,5 x 8,5 m
Südturm ca. 7,5 x 7,5 m, Höhe ca. 26 m

Herkunft des Namens
von keltisch „Runkal“ oder mittellateinisch „Runkus“ = Bergfels
Bezug zu anderen Objekten
Gegenburg Schadeck
Bergfried
Zustand
erhalten
Zugänglich
ja
Form
rechteckig
Grundfläche
9,50 x 8,80 m
Anzahl Geschosse
4
Bergfried

Historie

Mitte 12.Jh.
im kaiserlichen Auftrag errichtet
1159
(„Siegfridus de Runkel“)
13.Jh.
Errichtung des Bergfrieds
ab 1376
Ausbau der Vorburg
vor 1404
Errichtung der Schlossbauten durch Dietrich III. von Runkel
1701–1703
Ergänzung des Schlossbaus aus dem 17.Jh.; Bau des Südflügels anstelle eines 1634 zerstörten Baus
1. Oktober 1634
Kernburg im Dreißigjährigen Krieg durch kroatische Truppen niedergebrannt
ab 1641
Wiederaufbau der Gebäude der Unterburg durch Graf Christian Moritz von Wied–Runkel
1892–1933
Teile der Unterburg werden als Haushaltungsschule genutzt
1920
Durchführung von Ausbesserungsarbeiten unter der Leitung von Bodo Ebhardt
1952–1972
Nutzung von Teilen der unterburg als Diakonissen-Altersheim
bis 1972
Nutzung des früheren Pferdestalls als Burgschenke

Wappenbilder


Besitzer

ErbauerHerren von Runkel
Heinrich von Runkel wird von seinem Vetter Siegfried IV. aus der Linie Westerburg aus der Stammburg vertrieben
Heinrich von Runkel lässt die Burg Schadeck erbauen
vor 1288 um seine Rechte durchzusetzen
nach einem Vergleich behält Siegfried Runkel
1288 während Heinrich die Burg Schadeck und die Westerburger Anteile erhält
Dietrich IV. von Runkel übernimmt die Herrschaft
1427 er heiratet die Erbtochter des Hauses Isenburg-Wied und ist Begründer der Linie Wied-Runkel
1595 Teilung der Grafschaft in die obere Grafschaft Wied-Runkel und die untere Wied-Isenburg
1693 Lehen Kurtrier
1806 Herzogtum Nassau
1824 Fürsten zu Wied-Neuwied
Maximilian Fürst zu Wied



Literatur und Quellen

  Knappe, Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2.00. Aufl., Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 978-3-86134-228-1
  Krupp, Ingrid: Burgen und Schlösser in Nassau, Frankfurt/Main 1987
  Landesamt für Denkmalpflege Hessen - Falko Lehmann (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen - Landkreis Limburg-Weilburg Band 2, Braunschweig/Wiesbaden 1994
  Losse, Michael: Die Lahn - Burgen und Schlösser: Von Biedenkopf und Marburg über Gießen, Wetzlar und Weilburg bis Limburg, Nassau und Lahnstein, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-070-9
  Prinz zu Wied, M.: Burg Runkel, 2.00. Aufl., (o.O.) 2018


Bilder




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