Frankenberger Kirche

Stadtmauerturm in Goslar


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
LandkreisGoslar
Ort38640 Goslar
Adresse:Nonnenweg 14-15
Lage:am Westende der Goslarer Stadtbefestigung, auf Felsen über dem im ehemaligen Stadtgraben verlaufenden Nonnenweg (B82)
Geographische Lage:51.903090°,   10.418008°

Beschreibung

Westwerk und Wehrturm der ehemaligen Frankenberger Kirche, ab Mitte des 13. Jahrhunderts Klosterkirche, heute evangelische Stadtkirche. Das Westwerk mit seinem Turm ist Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, unterstützt durch die benachbarten spätmittelalterlichen Türme Papenturm und Schmiedeturm. Bereits bei der Planung und ersten Befestigung Goslars unter Kaiser Heinrich III. (1039-1053) wurde die schon bestehende Ansiedlung Frankenberg einschließlich ihrer damaligen Kirche als westlicher Eckpunkt in die Stadtplanung einbezogen. Die Kirche wurde Anfang des 12. Jahrhunderts durch einen romanischen Neubau ersetzt, der in der heutigen Kirche noch weitgehend erhalten, aber durch spätere Umbauten verändert ist. Der Wehrcharakter des Westwerks um 1500 nochmals verstärkt, durch das auch der ursprüngliche Wehrgang der Stadtmauer hindurch führte, ist unübersehbar. Seinen oberen Teil bildeten ursprünglich zwei Türme, die wegen Baufälligkeit 1783 im oberen Teil abgetragen und durch den heutigen mittig angelegten Kirchturm ersetzt wurden.

Historie

Mitte 11. Jh.Bei der Planung der Stadt Goslar wird die Ansiedlung Frankenberg als Westende des Stadtareals und damit auch als westlicher Endpunkt der beginnenden Befestigung festgelegt
Ab 1120Bau der heutigen Kirche als Ersatz für einen Vorgängerbau, ihr Westriegel mit den darauf aufsitzenden beiden Türmen wird zugleich als Teil der Stadtmauer konzipiert
nach 1235Übereignung der Kirche an das neben ihm entstandene Nonnenkloster
um 1500Umbau des Westriegels der Klosterkirche einschließlich durchlaufendem Wehrgang im Zuge der erheblichen spätmittelalterlichen Verstärkung der Befestigung Goslars
1783Abriss der ursprünglich zwei auf dem Westriegel aufsitzenden Türme und Ersatz durch den heutigen mittigen Kirchturm


Ansichten



Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris


Quellen und Literatur

  Griep, Hans-Günther [1992]:  Goslar - Die Befestigungsanlagen, 1. Aufl., Goslar 1992

Tore und Türme der Stadtbefestigung

NameArtBild
Achtermannverschwundener Stadtmauerturm
BatterieturmBatterieturm
Breites TorTorturm
Dat Svarte Kalbverschwundener Stadtmauerturm
Hirtenturmverschwundener Stadtmauerturm
KegelwortturmStadtmauerturm
Klaustorteilweise erhaltenes Stadttor
Knochenhauerturmverschwundener Stadtmauerturm
Kramerturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Lamborger Torverschwundenes Stadttor
Martiniturm und Oberes WasserlochStadtmauerturm
Papenturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Rosentorverschwundenes Stadttor
Schärpertorverschwundenes Stadttor
Schlopptorverschwundenes Stadttor
Schmiedeturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
TeufelsturmStadtmauerturm
Unteres Wasserlochverschwundener Stadtmauerturm
Vititorverschwundenes Stadttor
WeberturmStadtmauerturm