Burg Brandenburg

Burgruine in Gerstungen-Lauchröden

Burg Brandenburg Andreas Umbreit


Lage
Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
Wartburgkreis
Ort:99834 Gerstungen-Lauchröden
Lage:ca. 1.000 m östlich Lauchröden am linken Ufer der Werra auf einem kleinen Höhenrücken
Geographische Lage:50.99401°,   10.172578°
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Beschreibung
Die Doppelburg besteht aus der sogenannten Hinterburg mit einem vier- und einem sechseckigen Turm und der sogenannten Vorderburg mit einem Rundturm (9,5 m Durchmesser). Über dem Sechseck geht der Bergfried in einen Bruchsteinaufsatz von ca. 6,2 m Durchmesser über. Neben den Türmen haben sich noch Reste zweier Palasgebäude und des Tores erhalten. Die beiden Burgteile stehen in keinem baulichen Zusammenhang und werden durch zwei Gräben voneinander getrennt.

Die Brandenburg ist die größte romanische Doppelburganlage in Thüringen.

Erhalten: Türme, Reste von Wohngebäuden


Herkunft des Namens

Der Sage nach geht der Burgname auf von Hirten abgebrannte Waldstücke zurück, die der Höhe den Namen „Brandeberch“ gegeben haben.


Westlicher Bergfried

Im Obergeschoss war die Türmerstube, die mit einer Ziegeldachhaube versehen war.
Form:zylindrisch
Höhe:23,00 m
Außendurchmesser:7,60 m
Höhe des Eingangs:10
(max.) Mauerstärke:2,60 m

Östlicher Bergfried

Bergfried in Buckelquaderarchitektur, bis 13 m Höhe sechseckig, im oberen Teil rund
Form:sechseckig
Höhe:18,40 m
Höhe des Eingangs:9
(max.) Mauerstärke:2,00 m

Turm

 Andreas Umbreit

Turm


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grafen von Wartbergals Erbauer
Grafen von Brandenburg
Stadt Erfurt1383–86
Familie von ReckrodeUnteres Schloss bis 1703
Herren von Herda
Großherzogtum Sachsen–Weimar–Eisenach1895
Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten1994

Historie
12./13.Jh. für die Grafen von Wartberg errichtet
1224erwähnt
1295 (Albrecht von Brandenburg)
15./16. Jh.Entstehung von Palas und Wohnturm
um 1530/40Errrichtung eines vorgelagerten Zwingers an der Ostburg
Ende 16. Jh.Aufgabe der Westburg
nach 1648endgültiger Verfall der Burganlage und Nutzung als Steinbruch
1841Großherzog Karl Friedrich von Sachsen–Weimar verbietet in einem Erlass „das unbefugte Ausbrechen von Bausteinen“
nach 1990Beginn von Sanierungsarbeiten

Ansichten
 Andreas Umbreit
 Andreas Umbreit Andreas Umbreit
 Andreas Umbreit Andreas Umbreit
 Andreas Umbreit Andreas Umbreit

Objekte im Umkreis von 5 Kilometern
NameOrtArtDistanz
(km)
Bild
Schloss AugustenauHerleshausenSchloss1.40
Wehrkirche HerleshausenHerleshausenWehrkirche1.45
Wallburg HerleshausenHerleshausenWallburg1.99
Schloss NeuenhofEisenach-NeuenhofSchloss2.84
Schloss UnterellenGerstungen-UnterellenSchloss3.09
Schloss WommenHerleshausen-WommenSchloss4.29
Schloss WillershausenHerleshausen-WillershausenSchloss4.60

Quellen und Literatur
  Bienert, Thomas, Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (Hrsg.) [2019]:  Aus den Augen, aus dem Sinn?, Erfurt 2019
  Deutsche Gesellschaft für Festungsforschung e.V. (Hrsg.) [2018]:  Festungen in Thüringen. Deutsche Festungen 5, Regensburg 2018
  Flemming, Dr. Heino [1990]:  Notizen zur Brandenburg, (o.O.) 1990
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2019]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 2, Quedlinburg 2019
  Hopf, Udo / Rudolph,  Benjamin, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) [2022]:  Die Burgruine Brandenburg bei Eisenach im Werratal (Thüringen) - Geschichte und baulicher Wandel, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 1/2022 S.27ff, Braubach/Rhein 2022
  Köhler, Michael [2003]:  Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2. Aufl., (o.O.) 2003
  Pflauger, Sabine [1999]:  Brandenburg bei Lauchröden. Kleine Kunstführer 2360, Regensburg 1999
  Stubenvoll, Willi (Bearb.) [1997]:  Schlösser in Thüringen, (o.O.) 1997


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