Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
  • Museum mit Aussichtsplattform
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Brandenburg

Lage
Bundesland
Thüringen
Ort
99834 Gerstungen-Lauchröden
Lage
ca. 1.000 m östlich Lauchröden am linken Ufer der Werra auf einem kleinen Höhenrücken
Koordinaten
50.99401°, 10.17258°
Beschreibung

Die Doppelburg besteht aus der sogenannten Hinterburg mit einem vier- und einem sechseckigen Turm und der sogenannten Vorderburg mit einem Rundturm (9,5 m Durchmesser). Über dem Sechseck geht der Bergfried in einen Bruchsteinaufsatz von ca. 6,2 m Durchmesser über. Neben den Türmen haben sich noch Reste zweier Palasgebäude und des Tores erhalten. Die beiden Burgteile stehen in keinem baulichen Zusammenhang und werden durch zwei Gräben voneinander getrennt.

Erhalten: Türme, Reste von Wohngebäuden

Die Brandenburg ist die größte romanische Doppelburganlage in Thüringen.

Herkunft des Namens
Der Sage nach geht der Burgname auf von Hirten abgebrannte Waldstücke zurück, die der Höhe den Namen „Brandeberch“ gegeben haben.

Türme

Westlicher Bergfried

Im Obergeschoss war die Türmerstube, die mit einer Ziegeldachhaube versehen war.

Zustand
weitgehend erhalten
Zugänglich
nein
Form
zylindrisch
Höhe
23,00 m
Außendurchmesser
7,60 m
Höhe des Eingangs
10
(max.) Mauerstärke
2,60 m
Westlicher Bergfried
AU
Östlicher Bergfried

Bergfried in Buckelquaderarchitektur, bis 13 m Höhe sechseckig, im oberen Teil rund

Zustand
weitgehend erhalten
Zugänglich
nein
Form
sechseckig
Höhe
18,40 m
Außendurchmesser
7,20 m
Höhe des Eingangs
9
(max.) Mauerstärke
2,00 m
Östlicher Bergfried

Historie

12./13.Jh.
für die Grafen von Wartberg errichtet
1224
erwähnt
1295
(Albrecht von Brandenburg)
15./16.Jh.
Entstehung von Palas und Wohnturm
Ende 16.Jh.
Aufgabe der Westburg
um 1530/40
Errrichtung eines vorgelagerten Zwingers an der Ostburg
nach 1648
endgültiger Verfall der Burganlage und Nutzung als Steinbruch
1841
Großherzog Karl Friedrich von Sachsen–Weimar verbietet in einem Erlass „das unbefugte Ausbrechen von Bausteinen“
nach 1990
Beginn von Sanierungsarbeiten

Besitzer

ErbauerGrafen von Wartberg
Grafen von Brandenburg
1383-86 Stadt Erfurt
Unteres Schloss bis 1703 Familie von Reckrode
Herren von Herda
1895 Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
1994 Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten



Literatur und Quellen

  Bienert, Thomas, Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (Hrsg.): Aus den Augen, aus dem Sinn?, Erfurt 2019, ISBN 978-3-95755-026-2
  Deutsche Gesellschaft für Festungsforschung e.V. (Hrsg.): Festungen in Thüringen. Deutsche Festungen 5, Regensburg 2018
  Flemming, Dr. Heino: Notizen zur Brandenburg, (o.O.) 1990
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd: Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 2, Quedlinburg 2019
  Hopf, Udo / Rudolph,  Benjamin, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Die Burgruine Brandenburg bei Eisenach im Werratal (Thüringen) - Geschichte und baulicher Wandel, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 1/2022 S.27ff, Braubach/Rhein 2022
  Köhler, Michael: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2.00. Aufl., (o.O.) 2003, ISBN 978-3-91014-196-4
  Pflauger, Sabine: Brandenburg bei Lauchröden. Kleine Kunstführer 2360, Regensburg 1999
  Stubenvoll, Willi (Bearb.): Schlösser in Thüringen, (o.O.) 1997


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