Den Kern der Anlage bildet ein wohnturmartiger Palas, der auf der Angriffsseite mit einem rechteckigen, in den Palas einbezogenen Bergfried verstärkt wurde. Dieser öffnet sich in seinen Untergeschossen voll zu den dahinterliegenden Räumen des Palasteiles, um erst ab Höhe des 6. Geschosses als selbstständiger Bauteil in Erscheinung zu treten. Die Untergeschosse des gesamten Baues sind mit Ausnahme des Portales und einiger Lichtschlitze völlig geschlossen. Erst ab dem 3. Geschoss deuten kleine Rechteckfenster, deren Zahl und Größe mit den Geschossen zunimmt, auf bewohnbare Räume hin. #I#m Inneren des Gebäudes ist besonders ein mit einer Spitztonne gewölbter Raum im Erdgeschoss bemerkenswert., der eine ursprüngliche Kaminanlage besitzt. Im Abstand von 1,5 bis 4,0 m wird der Palas von der inneren Ringmauer umgeben, der sich im Süden und Osten ein weiterer Mauerzug vorlagert, um so eine Vorburg einzuschließen. Direkt an sie ist die Stadtmauer angebunden, wodurch die gesamte Anlage den Charakter einer Zitadelle erhielt. Im Norden und Westen waren weitere Befestigungen nicht notwendig, da hier der Steilabhang des Berges bzw. Halsgraben wirkungsvollen Schutz boten. (Quelle: „Denkmale im Kreis Arnstadt“ und plauesche Chronik von Felix Georgi)
Erhalten: Wohnturm