Tenneberg

Schloss Tenneberg


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Thüringen
LandkreisGotha
Ort99880 Waltershausen
Adresse:Tenneberg 1
Lage:auf einem nach NW vorspringenden Bergsporn über dem Ort
Geographische Lage:50.895508°,   10.552109°

Beschreibung

Barocke Vierflügelanlage

Der Bergsporn auf dem das Schloss liegt, ist durch einen Querwall gesichert, der möglicherweise bereits vorgeschichtlichen Ursprungs ist. Die Herren von Tenneberg waren vermutlich seit 1168 Burgmannen der Landgrafen von Thüringen. Die alte Burganlage wurde durch einen 10 m breiten und 6 m tiefen Halsgraben vom Bergsporn abgeriegelt. An der N- und O-Seite befindet sich ein weiterer Graben und ehemals ein Zwinger. Von den zwei rundturmartigen Widerlagern an der S-Ecke ist nur das vordere alt, das hintere stammt aus dem Jahr 1718. Der quadratische Bergfried (Grundfläche 5 x 5 m) stand in der östlichen Hofecke, im 17.Jh. wurde er mit zwei achteckigen Geschossen aufgestockt. Das heutige Schloss ist eine zwei- bis dreigeschossige Vierflügelanlage um einen rechteckigen Hof. Die Hoffront des O-Flügels besitzt einen Arkadengang, die Arkadenbögen sind durch Diamantquader verziert. Der W-Flügel besitzt hofseitig profilierte Rundfenster und ein rundbogiges Eingangsportal.

Kapelle

Eine Burgkapelle wurde erstmals 1380 erwähnt, heutige barocke Schlosskapelle von 1718/22.


Turm

Bergfried

Form:quadratisch
Grundfläche:5,00 x 5,00 m

Drehort

 Saphirblau, Deutschland (2014), Spielfilm


Nutzung zwischen 1945 und 1990

Schule, Wohnungen


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Herren von Tenneberg
Landgrafen von Thüringen
Herzöge von von Sachsen–Gotha–Altenburg

Historie

um 1025erbaut
1168 (Heidenreich von Tenneberg)
1176erwähnt
1391Erweiterung und umfassender Umbau zur hufeisenförmigen Gestalt unter Landgraf Balthasar
16. Jh.zeitweise Sitz der ernestinischen Herzöge und Ausbau zur Vierflügelanlage der Renaissance
1612–22Errichtung des Arkadengangs im Innenhof
1714–29umfangreiche Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, Bauleitung unter Oberaufsicht des Generalmajors Zorn von Plobsheim, Baumeister Johann Erhard Straßburger
1858–1922Nutzung als Verwaltungssitz des Landratsamtes Waltershausen
20. Oktober 1929Eröffnung des Heimatmuseums im Schloss
1978/79Erweiterung des Museums
nach 1990Restaurierung des Schlosses


Ansichten



Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris


Quellen und Literatur

  Bienert, Thomas [2000]:  Mittelalterliche Burgen in Thüringen, 1. Aufl., Gudensberg-Gleichen 2000
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd [2020]:  Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 3, 1. Aufl., Quedlinburg 2020
  Krumbholz, Hans [1984]:  Burgen, Schlösser, Parks und Gärten, 1. Aufl., Berlin/Leipzig 1984
  Neuenfeld, Klaus [2012]:  Streifzüge durch Thüringer Residenzen, 1. Aufl., Langenweißbach 2012


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