Alternativname(n)  Groß Lohra, Großlohra, Schlossberg, Löhra
Nutzung
  • Begegnungs- und Veranstaltungsstätte
Links

Lohra

Lage
Bundesland
Thüringen
Landkreis
Ort
99759 Großlohra-Amt Lohra
Lage
auf einem 410 m hohen Bergsporn 500 m nördlich Friedrichslohra
Koordinaten
51.41382°, 10.63025°
Beschreibung

Die Burganlage befindet sich auf einen nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn und umschließt eine Fläche von ca. 140 x 240 m. Die ovale Kernburg hat eine Fläche von 60 x 70 m und wurde durch einen gebogenen Halsgraben gesichert. In der Kernburg befinden sich die romanische Doppelkapelle, der Hauptwohnbau von 15 x 40 m und der Stumpf des Bergfrieds. Das Füllmauerwerk des Bergfrieds wird durch Schichten im Fischgrätenverband („opus spicatum“) gebildet. #D#ie Doppelkapelle im Osten der Kernburg nimmt eine Grundfläche von ca. 17 x 8 m ein. Das Kapellenschiff ist 7,5 x 6 m groß und besitz acht Kreuzgewölbe. Der Chor ist ein quadratischer Raum von 3,36 x 2,98 m mit Kreuzgewölbe und einem Triumphbogen. Im Erdgeschoss des Schiffes befindet sich eine Öffnung zur Oberkapelle, die im 17.Jh. barockisiert wurde. #A#n der Nordseite der Kapelle befinden sich noch Spuren eines romansichen Wohnbaus, vielleicht eines Wohnturms. Im Osten und Süden umschloss ein Ringgraben mit Vorwall die gesamte Burg. Die trapezförmige Vorburg besitzt eine Fläche von ca. 100 x 140 m. In ihrer SW-Ecke befindet sich ein Schutthügel von 20 m Durchmesser, vielleicht der Rest eines im 11.Jh. abgebrochenen Rundturms.

Erhalten: Reste des Bergfrieds, Kapelle

Die Burg wurde an der Stelle einer frühgeschichtlichen Fluchtburg errichtet.
Maße
Anlage ca. 140 x 240 m
ovale Kernburg 60 x 70 m
Bergfried

Erhaltener Bergfriedstumpf mit Fischgrätmauerwerk.

Zustand
Turmstumpf
Zugänglich
nein
Form
rechteckig
Bergfried
Detlev Mewes
Kapelle
Beschreibung
Romanische Doppelkapelle im Osten der Kernburg aus dem letzten Viertel 12.Jh., schlichter zweigeschossiger Bau mit Walmdach - im Untergeschoss weitgehend im romanischen Originalzustand erhalten, Obergeschoss im Barock umgestaltet, seltenes Beispiel für di
Außenansicht
Kapelle Außenansicht
AU

Historie

11.Jh.
für die Grafen von Lare errichtet
1116
(Berengar, Graf von Lare)
1162/1214
großzügiger Ausbau der Burg unter Graf Ludwig III.; Errichtung der Doppelkapelle; eventuell aus einem eingeschossigen Vorgängerbau
Anfang 15.Jh.
Ausbau der Burganlage; Errichtung der Zwingeranlagen
1618/48
mehrfache Eroberung und Beschädigung der Burg im Dreißigjährigen Krieg
nach 1648
verfallen
1712–1945
Nutzung als preußische Domäne
1733
Umbau des Torhauses
1960/61
umfassende Instandsetzung der Doppelkapelle
2000
Sanierung der Burgkapelle mit Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Besitzer

ErbauerGrafen von Lare
1227–1320 Grafen von Beichlingen
ca. 1320–1593 Grafen von Honstein
1593–1632 Herzöge von Braunschweig
Grafen von Stolberg
Grafen von Schwarzburg
nach 1648 Graf Johann von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein
bis 1702 Grafen von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein
1702–1945 Preußen
1991–22000 Landkreis Nordhausen
seit 2000 Open Houses e.V.



Literatur und Quellen

  Bienert, Thomas: Mittelalterliche Burgen in Thüringen, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 978-3861346319
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd: Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 1, Quedlinburg 2019
  Krumbholz, Hans: Burgen, Schlösser, Parks und Gärten, Berlin/Leipzig 1984
  Kuhlbrodt, Peter, Kreisvorstände Nordhausen der Gesellschaften für Denkmalpflege und Heimatgeschichte im Kulturbund der DDR (Hrsg.): Burg Lohra – Hainleite, (o.O.) 1983
  Köhler, Michael: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2.00. Aufl., (o.O.) 2003, ISBN 978-3-91014-196-4
  Neuenfeld, Klaus: Streifzüge durch Thüringer Residenzen, Langenweißbach 2012


Bilder




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NameOrtArtDistanz (km)Bild
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