Hengersberg

Frauenberg, Maria Himmelfahrt, Helmgeresberg

Burgrest Hengersberg


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Niederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort94491 Hengersberg
Adresse:Frauenbergstraße 11
Lage:auf einer 22 m hoch aus der Donauebene ragenden, nach Norden, Westen und Süden steil, nach Osten flacher abfallenden Perlgneis-Felsenhöhe
Geographische Lage:48.772296°,   13.047439°

Beschreibung

Ursprünglich Helmgeresberg genannt, an der sich die Siedlung Hengersberg entwickelte. Sein ca. 1000 m² großes, angenähert rundes Gipfelplateau wird von einer Umfassungsmauer begrenzt, innerhalb derer die heutige Frauenkirche steht. Östlich grenzt an die Mauer ein nach Norden hin deutlicher Halsgraben, dessen Südteil ab einschließlich der Zufahrt zum Plateau in den angrenzenden Privatgrundstücken verfüllt ist. #I#nsbesondere 2012 erfolgte Ausgrabungen bestätigen alte schriftliche Aufzeichnungen einer um das Jahr 1000 errichteten Rundkirche (Rotunde) mit vier Altarnischen, Außendurchmesser 14 m. Gleichzeitig erwähnen die entsprechenden historischen Aufzeichnungen eine Burg um die Kirche (die heutige Begrenzungsmauer ist allerdings neueren Datums), wozu der Halsgraben und auch ein Brunnen (inzwischen verfüllt) passen. #E#inige bisher auf den Rohrberg interpretierte Quellen zu einer Burg um 1200 könnten daher eigentlich auf den Frauenberg bezogen gewesen sein, der sich von seiner Form für eine Befestigung wesentlich besser eignete.


Reliefansicht im BayernAtlas


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grafen von Bogenals Erbauer
Kloster Niederalteich

Historie

um 1000Rodung des Frauenberges durch das Kloster Niederaltaich und Bau einer befestigten Rundkirche mit Stift für Kanoniker des Klosters Niederaltaich, sowie als vor Donauhochwasser sicherem Friedhof. Gleichzeitig entsteht der Ort Hengersberg (1009 Marktrecht)
Um 1200zeitweise verliert das Kloster Niederaltaich die Burg im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Bogen und von Ortenburg, in denen Kirche und Burg beschädigt worden sein könnten
nach 1212/1213Abriss der Burg nach Rückerwerb durch das Kloster, um ihren zukünftigen Missbrauch zu vermeiden
1262Weihung einer konventionell gestalteten Kirche als Ersatz für die vorher abgerissene Rundkirche, erneut durch Kloster Niederaltaich, Entwicklung zur beliebten Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt mit weiterem spätgotischem Um–/Neubau und barocker Umgestaltung im 18. Jahrhundert
1812stark verfallen und verkauft, jedoch durch Hengersberger Bürger gerettett
bis 2016.UmfassendeAußen- und Innensanierung


Ansichten



Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris


Quellen und Literatur

  Bosl, Dr. Karl (Hrsg.) [1981]:  Bayern. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981
  Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) [1983]:  Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, 1. Aufl., Kallmünz 1983
  Schmotz, Karl [2014]:  Die frühromanische Burgrotunde von Hengersberg, 1. Aufl., Rahden 2014


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Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz
(km)
Bild
Rohrberg 
Sankt Michael
Hengersbergverschwundene0.71
OsterhofenOsterhofenStadtbefestigung"2.29
ThundorfOsterhofen-Thundorfverschwundene2.76
ZillingHengersberg-Schwarzachverschwundene2.95
HolzbergHengersberg-Waltersdorfverschwundene4.00
ZierbergAuerbach-Engollingverschwundene4.85