alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Niederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort94486 Osterhofen
Koordinaten:48.782052°, 13.019897°
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Objekte im Umkreis



Beschreibung

Osterhofen wurde 1378 vom damaligen Landgrafen Johann dem Älteren von Leuchtenberg (Vertreter des wittelsbachischen Herzogs) als Markt zwischen Mühlbach/Herzogbach im Süden und der sumpfigen Donauniederung im Norden auf dem langgezogenen Höhenrücken gegründet, der schon seit der Römerzeit als Handelsstraße genutzt wurde. Der neue Markt erstreckte sich zwischen der schon vorhandenen Burg der 1375 ausgestorbenen Grafen von Hals im Westen und der bereits 1220 errichteten Spitalkirche im Osten.

Der Name Osterhofen und der vorherige Markt wurde vom südlich gelegenen früheren Pfalzstandort und dann Kloster auf den neuen Ort übertragen, das bisherige Osterhofen in Altenmarkt umbenannt. Der Schutz des neuen Marktplatzes erfolgte primär durch Nutzung der angrenzenden Natur: im Norden die Sümpfe der Donauaue, im Süden wurden Herzogbach/Mühlbach zu ausgedehnten Weihern bzw. Sumpfgebieten (heutige Seewiesen) künstlich angestaut.

Eine spezielle Wehrmauer hat Osterhofen nie gehabt, lediglich die Außenmauern der bis an die Feuchtgebiete heranreichenden Höfe des Marktes. Nur nach Nordwesten (Obertor) und Osten (Untertor) wurde der Höhenrücken durch je eine Toranlage abgeriegelt, die im 16. Jh. jeweils einen Torturm erhielten. Beide Tortürme wurden im 19. Jh. abgerissen, die Donauniederung entwässert und die künstlich aufgestauten Wasserflächen im Norden ebenfalls trocken gelegt. Auf den westlichen Torturm weist noch eine Gedenktafel hin.


Erhalten: nichts

Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Graf Johann der Ältere von Leuchtenberg erbt Burg und Umland von den Grafen von Halsab 1375
Puchberger/Herren von Winzer1420 durch Pfand und Kauf
Herzog Heinrich XVI. der Reiche von Bayern–Landshut1427 durch Kauf

Historie

1378Marktgründung, darauf folgend Sicherung mit Toranlagen im Nordwesten und Osten, Außenmauern der Gehöfte nach Norden und Süden mit vorgelagerten Sumpfbereichen bzw. angestauten Weihern
1428Bestätigung des Stadtrechtes bei der Integration ins Herzogtum Bayern
16. Jh.Bau der vorherigen Wachttürme an den Toren durch neue Stadttortürme (Untertor und Obertor)
1823Abbruch des Obertorturms im Nordwesten
1877Abbruch des Untertorturms im Osten. In der Folgezeit Trockenlegung der Feuchtgebiete im Norden und Süden, Erweiterung der Stadt.