Mildenburg

Burg


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Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Unterfranken
LandkreisMiltenberg
Ort63897 Miltenberg
Adresse:Conradyweg 20
Lage:auf dem nördlichen Vorsprung des Greinbergs über dem Marktplatz von Miltenberg
Geographische Lage:49.698525°, 9.250545°
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Beschreibung

Ungefähr polygonale Renaissanceanlage mit viereckigem Bergfried, dreigeschossiger Palas mit romanischen Kellern, Treppenturm an der Ostseite

Bis 1803 blieb die Mildenburg als Sitz des kurmainzischen Amtmanns Verwaltungsmittelpunkt. Die Kernburg der Mildenburg besteht aus dem Bergfried, dem großen, gotischen Wohngebäude und der 10 m hohen, polygonalen Ringmauer. Der Bergfried wurde übereck gegen den Berghang gestellt. Das Wohngebäude besitzt einen achteckigen Treppenturm und einen spätgotischen Kamin im Saal des ersten Obergeschosses. In einem der beiden durchgehenden Erker des Wohngebäudes befand sich vermutlich zeitweise die Burgkapelle. Die Vorburg mit zwei kleineren Tortürmen auf der S-Seite entstammt einer späteren Ausbauphase.

Historische Funktion

Die Burg diente dem Schutz einer Zollstätte.

Maße

Burganlage ca. 60 x 75 m
Höhe der Ringmauer ca. 10 m

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Siegfried II. von Eppsteinals Erbauer
Erzbischöfe von Mainz
Fürsten zu Leiningen1803–1808
Carl Gottlieb Horstig1808 Kauf für 2.000 Gulden
Carl Wilhelm Zimmermann1856 Kauf
Friedrich Gustav Habel1858 Kauf für 8.000 Gulden–1867
Wilhelm Conrady1867 Kauf
Familie von Normann–Loshausen1908
Elisabeth Bock von Wülfingen1943 als Erbe
Freifrau Edle von Oetingerbis 1979
Stadt Miltenberg1979 Kauf

Historie

Ende 12.Jh. als Gründung der (Holz-)Burg durch Siegfried II. von Eppstein; Erzbischof von Mainz; als südlichen Stützpunkt des Aschaffenburger Territoriums errichtet
18. Februar 1226 („Miltinburc“)
um 1200Bau des Bergfrieds
1390–1396Errichtung des großen Wohnbaus unter Erzbischof Konrad von Weinsberg
um 1400Bau des Zwingers
um 1434–1459Bau des Vorwerks
1459–1462Errichtung der großen Vorburg unter Erzbischof Dietrich von Erbach
Ende 15. Jh.Erweiterung des großen Wohnbaus mit einem kleinen, anschließenden Wohnbau unter Erzbischof Berthold von Henneberg
vor 1500Zerstörung des Ostgebäudes durch einen Brand
1552Zerstörung der Burg im Zweiten Markgrafenkrieg durch markgräflich-brandenburgische Söldner
um 1566–1582Wiederaufbau der Burg unter Erzbischof Daniel Brendel von Homburg, Errichtung des Treppenturms
1631/34Besetzung von Burg und Ort durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg
1643Beschädigung der Burg durch die hessische Besatzung im Dreißigjährigen Krieg
1648–1652Beseitigung der Kriegsschäden
1691–1693Umbau der Anlage zur Oberamtswohnung
nach 1737Abbruch des Kemenatengebäudes, allmählicher Verfall der Anlage nach Umzug des Amtmannes in die Stadt
1807Restaurierung der Anlage unter Privatbesitz
ab 1858Restaurierung Palas
1979Beginn von Sanierungsmaßnahmen
2009–2011Sanierung und Ausbau zum Museum

Ansichten




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Quellen und Literatur

  • Antonow, Alexander (1987). Burgen im Main-Viereck, 1. Aufl., (.o.O.)
  • Biller, Thomas (2005). Burgen und Schlösser im Odenwald, 1. Aufl., Regensburg
  • Lenssen, Jürgen (2015). Die Mildenburg - Miltenberg. Kleine Kunstführer 2841, 1. Aufl., Regensburg
  • Rahrbach, Anton / Schöffl,  Jörg / Schramm,  Otto (2002). Schlösser und Burgen in Unterfranken, 1. Aufl., Nürnberg
  • Sattler, Peter und Marion (2004). Burgen und Schlösser im Odenwald, 1. Aufl., (.o.O.)


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Letzte Änderung
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5
2020