Nutzung
  • Zweigmuseum der Diözese Würzburg mit dem Schwerpunkt Christus- und Marienverehrung in der Ikonenmalerei
  • Freilichttheater
Tags

Mildenburg

Lage
Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
63897 Miltenberg
Adresse
Conradyweg 20
Lage
auf dem nördlichen Vorsprung des Greinbergs über dem Marktplatz von Miltenberg
Koordinaten
49.69853°, 9.25055°
Beschreibung

ungefähr polygonale Renaissanceanlage mit viereckigem Bergfried, dreigeschossiger Palas mit romanischen Kellern, Treppenturm an der Ostseite

Bis 1803 blieb die Mildenburg als Sitz des kurmainzischen Amtmanns Verwaltungsmittelpunkt. Die Kernburg der Mildenburg besteht aus dem Bergfried, dem großen, gotischen Wohngebäude und der 10 m hohen, polygonalen Ringmauer. Der Bergfried wurde übereck gegen den Berghang gestellt. Das Wohngebäude besitzt einen achteckigen Treppenturm und einen spätgotischen Kamin im Saal des ersten Obergeschosses. In einem der beiden durchgehenden Erker des Wohngebäudes befand sich vermutlich zeitweise die Burgkapelle. Die Vorburg mit zwei kleineren Tortürmen auf der S-Seite entstammt einer späteren Ausbauphase.
Funktion

Die Burg diente dem Schutz einer Zollstätte.

Maße
Burganlage ca. 60 x 75 m
Höhe der Ringmauer ca. 10 m
Grundriss
Grundriss
Details
Beschreibung:

Felix Mader, Hans Karlinger - Die Kunstdenkmäler von Unterfranken und Aschaffenburg, München 1917

Bergfried
Zustand
erhalten
Zugänglich
ja
Form
quadratisch
Höhe
27,00 m
Grundfläche
9,50 x 9,50 m
Höhe des Eingangs
12
(max.) Mauerstärke
2,50 m
Bergfried

Historie

Ende 12.Jh.
als Gründung der (Holz-)Burg durch Siegfried II. von Eppstein; Erzbischof von Mainz; als südlichen Stützpunkt des Aschaffenburger Territoriums errichtet
18. Februar 1226
(„Miltinburc“)
um 1200
Bau des Bergfrieds
1390–1396
Errichtung des großen Wohnbaus unter Erzbischof Konrad von Weinsberg
um 1400
Bau des Zwingers
Ende 15.Jh.
Erweiterung des großen Wohnbaus mit einem kleinen; anschließenden Wohnbau unter Erzbischof Berthold von Henneberg
um 1434–1459
Bau des Vorwerks
1459–1462
Errichtung der großen Vorburg unter Erzbischof Dietrich von Erbach
vor 1500
Zerstörung des Ostgebäudes durch einen Brand
1552
Zerstörung der Burg im Zweiten Markgrafenkrieg durch markgräflich-brandenburgische Söldner
um 1566–1582
Wiederaufbau der Burg unter Erzbischof Daniel Brendel von Homburg; Errichtung des Treppenturms
1631/34
Besetzung von Burg und Ort durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg
1643
Beschädigung der Burg durch die hessische Besatzung im Dreißigjährigen Krieg
1648–1652
Beseitigung der Kriegsschäden
1691–1693
Umbau der Anlage zur Oberamtswohnung
nach 1737
Abbruch des Kemenatengebäudes; allmählicher Verfall der Anlage nach Umzug des Amtmannes in die Stadt
1807
Restaurierung der Anlage unter Privatbesitz
ab 1858
Restaurierung Palas
1979
Beginn von Sanierungsmaßnahmen
2009-2011
Sanierung und Ausbau zum Museum

Wappenbilder


Besitzer

ErbauerSiegfried II. von Eppstein
Erzbischöfe von Mainz
1803–1808 Fürsten zu Leiningen
1808 Kauf für 2.000 Gulden Carl Gottlieb Horstig
1856 Kauf Carl Wilhelm Zimmermann
1858 Kauf für 8.000 Gulden-1867 Friedrich Gustav Habel
1867 Kauf Wilhelm Conrady
1908 Familie von Normann-Loshausen
1943 als Erbe Elisabeth Bock von Wülfingen
bis 1979 Freifrau Edle von Oetinger
1979 Kauf Stadt Miltenberg



Literatur und Quellen

  Antonow, Alexander: Burgen im Main-Viereck, Frankfurt 1987, ISBN 978-3-92408-630-5
  Biller, Thomas: Burgen und Schlösser im Odenwald, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1711-2
  Lenssen, Jürgen: Die Mildenburg - Miltenberg. Kleine Kunstführer 2841, Regensburg 2015
  Rahrbach, Anton / Schöffl,  Jörg / Schramm,  Otto: Schlösser und Burgen in Unterfranken, Nürnberg 2002, ISBN 978-3-871-91309-9
  Sattler, Peter und Marion: Burgen und Schlösser im Odenwald, (o.O.) 2004


Bilder




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