Nutzung
  • Privatbesitz
Tags

Westerbrak

Lage

Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
37619 Kirchbrak-Westerbrak
Adresse
Westerbrak 10
Lage
an der Kreisstraße zwischen Bodenwerder und Eschershausen
Koordinaten
51.96805°, 9.56045°

Beschreibung

Rest des ehemaligen Torhauses mit dachreiterartigen Uhrturm, im Kern barockes Gutshaus


Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Das auf der Westseite zwischen Wirtschaftshof und Park gelegene Herrenhaus ist ein zweigeschossiger verputzter Massivbau auf hohem Kellergeschoss mit einem westlichen Anbau, ein daran anschließender Zwischentrakt verbindet das Gebäude mit der südlich gelegenen großen Scheune. Der zum Hof traufständige südliche Trakt ist vierachsig unter Satteldach und mit einem Eingang versehen, der in der renaissanceartig verzierten Einfassung ein Allianzwappen und das Jahr 1855 zeigt. Der dazu quergestellte nördliche Anbau im Rundbogenstil unter Mansarddach ist zum Garten mit einer Freitreppe versehen, die östliche Stirnseite ziert ebenfalls ein Allianzwappen, hier mit der Jahreszahl 1921. Im östlichen Winkel zwischen den Trakten ist ein zweigeschossiger Standerker mit großen Fenstern in Renaissancestil angebaut, dessen balkonartiges Dach über einen Austritt vom Mansarddach aus betretbar ist. Bis auf den pultdachgedeckten Anbau im Westen sind die Dächer mit Sollingplatten gedeckt, aus Sollingsandstein sind auch die Fensterleibungen. Auf einer um 1776 entstandenen Skizze der Hofanlage ist erkennbar, dass der südliche Abschnitt des heutigen Herrenhauses aus dem ehemaligen Brauhaus entstanden ist. Das nördlich davon fast in der Mittelachse gelegene, um 1620 gebaute alte Herrenhaus („Schloss“) war mit dem Brauhaus über einen Zwischenbau verbunden. Durch Adolf Curt Eckbrecht v. Grone wurde dieser Bau 1816 aufgrund von Baufälligkeit abgerissen, Jahre zuvor schon hatte man sich zum Wohnen im Brauhaus eingerichtet. 1840 wurden die letzten Reste abgetragen und der Garten durch die freigewordene Fläche nach Süden erweitert. 1855 wurde das ehemalige Brauhaus saniert und im Norden durch einen quergestellten dreigeschossigen Trakt unter flachem Walmdach im Rundbogenstil erweitert. Weitere Veränderungen erfuhr das Haus unter Agnes v. Grone geb. v. Hammerstein ab 1912 mit Umbauten im Inneren, 1916/17 veranlasste sie den Bau des großen Standerkers an der Ostseite, 1921 den Umbau des zweiten Obergeschosses mit seinem Walmdach in ein Mansarddach. Dadurch erhielten die unterschiedlichen Teile des Gebäudes eine gemeinsame Geschosszahl und Traufhöhe. Dieser Umbau ist mit dem Allianzwappen aus Sollingsandstein über dem Sturz des Doppelfensters an der Stirnseite des 1. Obergeschosses dokumentiert.

Lizenz:CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas


Park
barocker Terrassengarten, als Englischer Landschaftsgarten umgestaltet

Historie

17.Jh.erbaut
1726/32Bau der Wirtschaftsgebäude

Besitzer

1618 Familie von Grone
Eckbrecht von Grone



Literatur und Quellen

  Schwarz, Dr. Gesine: Die Rittersitze des alten Landes Braunschweig, (o.O.) 2008, ISBN 978-3-932313-27-1
  Weiß, Gerd (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bremen Niedersachsen, München 1992


Bilder




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