Nutzung
  • Privatbesitz


Lage

Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
31683 Obernkirchen
Adresse
Weg Zur Alten Bückeburg
Lage
ca. 1.000 m östlich der Stiftskirche von Obernkirchen auf einem Geländerücken
Koordinaten
52.26849°, 9.14549°

Beschreibung

früh- bis hochmittelalterliche Burganlage, trapezförmiger Burgplatz mit abgerundeten Ecken im NW und NO


Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Die Alte Bückeburg liegt auf einem von Osten nach Westen abfallenden Geländerücken, ihre Südseite lehnt sich an einen Steilhang an. Sie ist durch Geländeplanierungen in der Neuzeit und Kasernenbauten nach dem Zweiten Weltkrieg stark gestört. Anhand alter Karten und der wenigen Geländespuren lässt sich eine abgerundet trapezförmige Anlage von ca. 80 x 60 m Größe erschließen. Von ihr sind nur noch geringe Grabenreste im Südwesten und Norden und eine steile Böschung von 4-6 m Höhe erhalten. Bei Baubeobachtungen wurden Bruchstein- und Trockenmauern aufgefunden, die vermutlich zu einer späteren Nutzung des Geländes in der frühen Neuzeit gehören.

Die Alte Bückeburg gehörte zu den Besitztümern der Billunger, die nach deren Aussterben 1106 an die Askanier kamen. 1153/70 wird ein Hermann von Bückeburg in einer Urkunde erwähnt. 1180 wurde die Burg bereits als verfallen bezeichnet, als sie der askanische Graf Theoderich von Wirben dem Kloster Obernkirchen überließ. Das Geschlecht von Bückeburg nahm seinen neuen Wohnsitz auf dem Hus Aren. Die Alte Bückeburg wird bis 1236 noch wiederholt genannt, hatte ihre Bedeutung aber verloren.

1616 verkaufte Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg den Platz der Alten Bückeburg an Johann Ledebur, in dessen Besitz schon Güter in ihrem Umfeld waren. Spätere Nutzungen des Geländes umfassten Wohnhäuser, eine Meierei, eine Gaststätte, Kasernen und heute eine Photovoltaikanlage.

Lizenz:CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas



Funktion

Burgplatz ca. 80 x 60 m; Innenfläche ca. 0,8 ha


Historie

1.Hälfte des 20.Jh.noch Wallreste sichtbar

Besitzer

Billunger
1106 Askanier
1153/60 Herren von Bückeburg
1180 Kloster Obernkirchen
Grafen von Schaumburg
1616 Johann Ledebur



Literatur und Quellen

  Heine, Hans-Wilhelm: Die ur- und frühgeschichtlichen Burgwälle im Regierungsbezirk Hannover, (o.O.) 2000
  Heine, Hans-Wilhelm: Schaumburger Land - Burgenland, Oldenburg 2010


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