ovale Ringwallanlage mit zwei Toranlagen, vermutlich nur zweitweise bewohnte Fluchtburg
Erhalten: Wall- und Grabenreste
Leicht ovale Wallanlage.Innen-Dm. ca. 60-65 cm. Wall relativ gut erhalten, stellenweise durch Steinbruch beschädigt. Wall-H. bis 1,5 m, Bermen-Br. ca. 3,5 m, vorgelegter Spitzgraben, Br. 6-8 m, T. bis zu 3 m. Im N, NO und SO insgesamt fünf Erdbrücken. Innerhalb des Walles zwei Tordurchbrüche. Grabung 1893 durch R. Weiß: Mauern (D. 1,7 m) mit Fundamentierung (T. 1,2 m) in Zweischalentechnik. Im S befand sich ein Tor. Keine datierenden Funde. Wohl 9.-12 Jh. n. Chr. Es sind keine Schriftquellen bekannt, die sich auf das Heisterschlösschen beziehen lassen. Vermutet wird, dass es sich um die Burg der vor 1124 genannten Grafen von Riepen, den späteren Grafen von Roden handelt, doch fehlt dafür bislang jegliche Evidenz. Der Bauart nach gehört das Heisterschlösschen in das 9.-11. Jh. und wahrscheinlich eher an das Ende dieses Zeitraumes.
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