Alternativname(n)  Hünenschloss
Nutzung
  • frei zugänglicher Burgrest


Lage
Bundesland
Niedersachsen
Ort
31860 Emmerthal
Lage
oberhalb der Emmer bei Amelgatzen
Koordinaten
52.01998°, 9.32465°
Beschreibung

Anlage einer kleinen Höhenburg mit Vorburg und südlich gelegener Hauptburg, Gebäudereste im Nordteil der Hauptburg

Erhalten: geringe Mauerreste

Von Ohsen kann man die Felsnase erkennen, auf der die Burg gestanden hat.
Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Im Norden befindet sich die etwa 25 x 31 große Vorburg, die hufeisenförmig von einem Graben mit ca. 10 m breitem und 1,5 m hohem Außenwall geschützt wird. Nach S schließt sich die höher gelegende Hauptburg an (Dm. 40 m). In ihrem Südteil scheinen Schuttwälle den Standort eines (Rund-?) Turms zu beschreiben, im Nordteil der Hauptburg sind noch Gebäudereste mit Mörtelmauern vorhanden. Anhand von Mauer- und Schuttspuren lässt sich die Ringmauer noch verfolgen. Wie lange die Burg vor und nach dem 1. Viertel des 14. Jh. noch bestanden hat und wann sie gebaut wurde, ist ungewiss. Die Funde sprechen für eine längere Lebensdauer. Bautypologisch darf man das „Hünenschloß“ oder die Burg Waldau zu den kleineren Höhenburgen rechnen, die als Turmburg mit kleiner Vorburg auf einer Bergnase angelegt war.

Lizenz: CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag
Maße
Vorburg ca. 25 x 31 m
Durchmesser der hauptburg ca. 40 m

Historie

um 1307
bereits als Ruine erwähnt
1487
durch Herzog Wilhelm den Jüngeren von Braunschweig zerstört
1870
war noch ein Turmrest erhalten

Besitzer

ErbauerGrafen von Everstein
Welfen
Ritterlehen 1437 Familie von Klencke



Literatur und Quellen

  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6





Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Hämelschenburg Emmerthal-Hämelschenburg 1,55 km
Herrenhaus Welsede Emmerthal-Welsede 2,50 km
Burg Schell-Pyrmont Bad Pyrmont-Oesdorf 3,81 km -

Kommentare

  1. Image

    Es wird im Ort erzählt, dass unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg ein interessierter amerikanischer Offizier hier Grabungen veranlasste, aber nichts gefunden hat. Ich meine, hier noch 2 Erdwälle erkennen zu können. Meist hatten solche Fliehburgen eine Holzpalisaden-Schutzwand. Sie war also nicht ständig besetzt und diente dem Schutz der Frauen/Kinder beim Erkennen von unbekannten Truppen. Sie war also nicht ständig besetzt!