auf drei Seiten von einem Graben umgebener schlossähnlicher Bau, von der ursprünglichen Burganlage mit Wassergraben, Wällen, Voerwerkn, Ställen und Scheunen sind keine Reste erhalten
Zweigeschossiger, stark gegliederter Schlossbau in Werksteinmauerwerk aus Muschelkalk auf Kellersockel unter abgewalmten Zollingerdächern in Biberschwanzdeckung sowie Kupferspitzen an Dachfirsten. Grundriss auf annähernder Hufeisenform, mit vortretenden Risaliten und Altanen. Haupteingang über das südliche Giebelfeld des Westflügels, kunstvoll gefasst hinter vorgelegter Treppe, unter auf Säulen ruhendem Vordach. Links daneben ein Erker mit darüber eingezogenem Balkon unter Korbbogen. Gegliederte Drillingsfenster mit Horizontaltrennung zum Oberlicht, stark an die englische Gotik angelehnt. Östlich davon befindet sich im Innenwinkel ein turmartiger Risalit, mit gestalterisch alternierenden mit Rundbogen überfangenen Drillingsfenstern, einem polygonalem Tambour mit Lichtfenstern sowie einer auffälligen Kehlenausgestaltung der Gebäudeecke, und einer dreigeschossig gegliederter Glockenhaube. Der nördliche Querflügel hat auf der Südfassade eine schlichtere Fenstergestaltung, darüber eine breite Schleppgaube sowie ein verschalter Dachreiter mit Holzbalustrade und verjüngendem Aufsatz mit Glockenhaube, von einer Wetterfahne bekrönt. Die Südostecke des Gebäudes wird durch einen Seitenrisalit abgeschlossen. Die Nordfassade wird durch einen Mittelrisalit mit vorgesetzten Altanvorbau betont, über dem mit Bogen überfangenem Balkon ein Zwerchgiebel mit Drillingsfenstern. Im Dachgeschoss flankierende breite Schleppgauben, an der nordwestlichen Gebäudeecke befindet sich eine Auslucht mit Balkon. Das Innere ziert eine original erhaltene reiche Ausstattung im Jugendstil. Das Herrenhaus steht auf einem erhöhtem Plateau, vom Wassergraben der einstigen Burg aus dem 16. Jh. umgeben.
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Kupferstich von Matthäus Merian, um 1650