Burg Otzberg

teilweise erhaltene Burg in Otzberg-Hering

Burg Otzberg Walter Schmunk


Lage
Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
Landkreis:Darmstadt-Dieburg
Ort:64853 Otzberg-Hering
Adresse:Burgweg 28
Lage:auf einem steilen Basaltkegel (Otzberg) im Westen des Otzberger Ortsteils Hering
Geographische Lage:49.819961°,   8.911103°
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Beschreibung
Die ovale Anlage besitzt eine doppelte, terrassenartige Ringmauer mit Zwinger. Der Torbau verbindet die beiden Mauerringe. Nahe dem Tor liegt der 80 m tiefe Brunnen. Der gedrungene Bergfried, der im Volksmund „weiße Rübe“ genannt wird, steht im Zentrum der Anlage. Die Gebäude der Burg lehnen sich um den Hof an die Ringmauer, so das Kommandantenhaus, das zweigeschossige Bandhaus und dir Ruine der zweigeschossigen Kaserne.

Es wird angenommen, daß die Burg um 1100 als fuldischer Amtssitz gegründet wurde. Ab 1390 ist die Burg kurpfälzische Amtsburg.

Erhalten: Bergfried, Ringmauer, Zwinger, Kommandantenhaus, Bandhaus

Grundriss


Public Domain

Maße

Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,8 m
Tiefe des Burgbrunnens ca. 50 m


Weiße Rübe oder Sauerkrautfass

Der runde Bergfried gehört zu einer Gruppe französisch beeinflusster Rundtürme der ersten Hälfte des 13.Jhs. im deutschen Südwesten. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg um ein Geschoss gekürzt., einst drei kuppelgewölbte Geschosse, Treppe in der Mauerdicke.
Form:rund
Höhe:16,50 m
Außendurchmesser:10,50 m
Höhe des Eingangs:8
(max.) Mauerstärke:4,00 m

Turm

 Dennis140 / CC BY-SA

Historische Ansichten

Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Pfalzgraf Otto II?als Erbauer
Kloster FuldaMitte 13.Jh?
Ritter von Anefelt und von Frankenstein1332
Kurpfalz1390 Kauf von Fulda
Grafen von Hanaubis 1427 als Pfand
Landgrafen von Hessen1526
Kurpfalz1648–1803
Hessen–Darmstadt1803

Historie
1. Hälfte 13.Jh?erbaut
1231 („castrum Othesberg“)
766der Otzberg gelangt mit der „villa Autmundistat“ (Umstadt) als Schenkung König Pipins an die Abtei Fulda
um 1230Errichtung des Bergfrieds
1247Pfalzgraf Otto II. von Mainz lässt sich zwei Burgmannensitze auf der Burg einräumen
1504Eroberung der Burg durch Landgraf Wilhelm II. von Hessen im pfälzisch–bayrischen Erbfolgekrieg
im 16. Jh.unter Pfalzgraf Ludwig festungsartig ausgebaut
1574Bau des Kommandantenhauses
1621/22Belagerung und Eroberung der Burg durch Bayern im Dreißigjährigen Krieg
1647im Dreißigjährigen Krieg Einnahme der Burg durch Marschall Turenne
nach 1806Abbruch der Kemenate
bis 1818Nutzung als Kaserne und Gefängnis
seit etwa 1826verfallen und teilweise abgebrochen
19. Jh.romantisierende Wiederherstellung einzelner Gebäude
1921Einrichtung einer Jugendherberge im Bandhaus
1983Einrichtung eines Volkskundemuseums in der Burg
1996Wiederaufbau des Korporalshauses
2023Durchführung von Sanierungsarbeiten

Ansichten
 Walter Schmunk Walter Schmunk
 Walter Schmunk

Objekte im Umkreis von 5 Kilometern
NameOrtArtDistanz
(km)
Bild
Adelssitz OtzbergOtzberg-HeringAdelssitz0.11
Herrenhaus NausesOtzberg-NausesHerrenhaus3.71
Schloss HabitzheimOtzberg-HabitzheimSchloss4.15

Quellen und Literatur
  Biller, Thomas [2005]:  Burgen und Schlösser im Odenwald, Regensburg 2005
  Biller, Thomas [2008]:  Burgen im Taunus und im Rheingau, Regensburg 2008
  Dursthoff, Lutz (Redaktion) [1987]:  Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987
  Elmar, Brohl [2013]:  Festungen in Hessen. Deutsche Festungen 2, Regensburg 2013
  Horn, Michael / Lange-Horn,  Christina [1998]:  Die schönsten Burgen und Schlösser im südlichen Hessen, Gudensberg-Gleichen 1998
  Knappe, Rudolf [1995]:  Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2. Aufl., Gudensberg-Gleichen 1995


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