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Otzberg

Lage
Bundesland
Hessen
Ort
64853 Otzberg-Hering
Adresse
Burgweg 28
Lage
auf einem steilen Basaltkegel (Otzberg) im Westen des Otzberger Ortsteils Hering
Koordinaten
49.81996°, 8.91110°
Beschreibung

Die ovale Anlage besitzt eine doppelte, terrassenartige Ringmauer mit Zwinger. Der Torbau verbindet die beiden Mauerringe. Nahe dem Tor liegt der 80 m tiefe Brunnen. Der gedrungene Bergfried, der im Volksmund „weiße Rübe“ genannt wird, steht im Zentrum der Anlage. Die Gebäude der Burg lehnen sich um den Hof an die Ringmauer, so das Kommandantenhaus, das zweigeschossige Bandhaus und dir Ruine der zweigeschossigen Kaserne.

Erhalten: Bergfried, Ringmauer, Zwinger, Kommandantenhaus, Bandhaus

Es wird angenommen, daß die Burg um 1100 als fuldischer Amtssitz gegründet wurde. Ab 1390 ist die Burg kurpfälzische Amtsburg.
Maße
Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,8 m
Tiefe des Burgbrunnens ca. 50 m
Grundriss
Grundriss
Details
Beschreibung:

Public Domain

Weiße Rübe oder Sauerkrautfass

Der runde Bergfried gehört zu einer Gruppe französisch beeinflusster Rundtürme der ersten Hälfte des 13.Jhs. im deutschen Südwesten. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg um ein Geschoss gekürzt., einst drei kuppelgewölbte Geschosse, Treppe in der Mauerdicke.

Zustand
erhalten
Zugänglich
nein
Form
rund
Höhe
16,50 m
Außendurchmesser
10,50 m
Höhe des Eingangs
8
(max.) Mauerstärke
4,00 m
Weiße Rübe oder Sauerkrautfass
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bergfried_Veste_Otzberg.jpg" title="via Wikimedia Commons">Dennis140</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA</a>

Historie

1. Hälfte 13.Jh?
erbaut
1231
(„castrum Othesberg“)
um 1230
Errichtung des Bergfrieds
1247
Pfalzgraf Otto II. von Mainz lässt sich zwei Burgmannensitze auf der Burg einräumen
im 16.Jh.
unter Pfalzgraf Ludwig festungsartig ausgebaut
1504
Eroberung der Burg durch Landgraf Wilhelm II. von Hessen im pfälzisch–bayrischen Erbfolgekrieg
1574
Bau des Kommandantenhauses
1621/22
Belagerung und Eroberung der Burg durch Bayern im Dreißigjährigen Krieg
1647
im Dreißigjährigen Krieg Einnahme der Burg durch Marschall Turenne
19.Jh.
romantisierende Wiederherstellung einzelner Gebäude
nach 1806
Abbruch der Kemenate
bis 1818
Nutzung als Kaserne und Gefängnis
seit etwa 1826
verfallen und teilweise abgebrochen
1921
Einrichtung einer Jugendherberge im Bandhaus
1983
Einrichtung eines Volkskundemuseums in der Burg
1996
Wiederaufbau des Korporalshauses
2023
Durchführung von Sanierungsarbeiten
766
der Otzberg gelangt mit der „villa Autmundistat“ (Umstadt) als Schenkung König Pipins an die Abtei Fulda

Besitzer

ErbauerPfalzgraf Otto II?
Mitte 13.Jh? Kloster Fulda
1332 Ritter von Anefelt und von Frankenstein
1390 Kauf von Fulda Kurpfalz
bis 1427 als Pfand Grafen von Hanau
1526 Landgrafen von Hessen
1648–1803 Kurpfalz
1803 Hessen-Darmstadt



Literatur und Quellen

  Biller, Thomas: Burgen im Taunus und im Rheingau, Regensburg 2008
  Biller, Thomas: Burgen und Schlösser im Odenwald, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1711-2
  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6
  Elmar, Brohl: Festungen in Hessen. Deutsche Festungen 2, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2534-0
  Horn, Michael / Lange-Horn,  Christina: Die schönsten Burgen und Schlösser im südlichen Hessen, Gudensberg-Gleichen 1998
  Knappe, Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2.00. Aufl., Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 978-3-86134-228-1


Bilder




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