Alternativname(n)  Rechberg
Nutzung
  • Eintrittsgebühr
  • Burgschänke
  • Eventlocation
  • tagsüber zugängliche Burgruine
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Hohenrechberg

Lage

Bundesland
Baden-Württemberg
Ort
73529 Schwäbisch Gmünd-Rechberg
Adresse
Am Burgwall 24
Lage
in Spornlage auf einem ungefähr nach Westen ausgerichteten Ausläufer des eigentlichen Hohenrechberges
Koordinaten
48.75567°, 9.78187°

Beschreibung

150 x 70 m große polygonale Anlage auf einem durch einen natürlichen schluchtartigen Einschnitt getrennten Bergsattel vom Hauptmassiv des Rechbergs. Große Haupt- und kleine Vorburg, diese mit starken Befestigungen des 15.Jh. Hauptburg 70 x 40 m auf einem künstlich versteiltem Felsen mit mächtigem Rinngraben. Vorburg mit 40m breitem und 20m tiefem Einschnitt mit Viadukt aus dem 17.Jh. Rechterhand neben dem Tor mit 12 m Durchmesser und noch 5 m hoch mit Kasematte. Wirtschaftsgebäude mit Halbrundturm. An der äußeren Grabenkante Reste des Zwingers mit noch 3 in umfangreichen Resten erh Flankentürmen von ca. 6m Kantenlänge, ursprünglich wahrscheinlich 5-6 Türme. Ringgraben 10m-15m breit und 15m tief, künstlich abgeschrotet. Hauptburg mit Zwinger und großartigem spätgotischen 23 m hohem Torhaus mit zwei Zugbrücken für Fußgänger und Wagen. Zwinger gut erhalten, teilweise mit Wehrgang und Maschiculliturm von 1450 nach italienischer Manier. Ein weiterer ursprünglich 25m hoher Rundturm nur noch in seinen Grundmauern vorhanden. Roman RM mit Tor im Winkel und daran angebauter noch 2-geschossig hoher Palas, im Westen viergeschossiges kemenatenartiges Wohngeb, Ringmauer im Osten nur mehr eingeschossig hoch und 2,8 m stark (Schildmauer), ursprünglich mindestens 10 m hoch. Bereits um 1600 durch einen Riegelbau ersetzt. NO-Ecke Ringmauer mit Kleinquadern.

Romanische Bauteile:
Innerer Bering romanisch, vollständig mit Buckelquadern verkleidet. Steinmetzzeichen. Romanisches Ringmauertor und Vortor. Palas mit Biforie und siebenteiliger Arkade von Trichterfenstern.


Maße
Tiefe des Burgbrunnens ca. 30 m


Kapelle

Beschreibung:Die „Alte Kapelle“ im Westbau wurde bereits 1806 nicht mehr genutzt.


Historie

um 1200/50 für die Herren von Rechberg errichtet
1355 (Wilhelm I. von Hohenrechberg)
Errichtung der äußeren Zwingermauer
Ausbau und Aufstockung der Hauptgebäude
bis 15.Jh.Ausbau der Vorburg; Neubau des Torhauses
um 1590noch gut erhalten
1648im Dreißigjährigen Krieg durch französische Soldaten erobert und geplündert
6. Januar 1865Zerstörung der Burg durch Blitzeinschlag in den Westbau; die Burg wird nicht wiederaufgebaut

Besitzer

ErbauerHerren von Rechberg
bis 1986 Herren von Rechberg
1986 Kauf Hans Bader
2006 „Rechberg-Stiftung Hans Bader“



Literatur und Quellen

  Frein, Achim / Schmidt,  Kurt, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Forschungen am Außenzwinger der Burg Rechberg (Hohenrechberg) bei Schwäbisch Gmünd, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 3/2016 S.147ff, Braubach/Rhein 2016
  Pfefferkorn, Wilfried: Aktuelle Bauforschung an der Burg Rechberg, in: Schwäbische Heimat 2020/3, (o.O.) 2020
  Pfefferkorn, Wilfried: Ein verschwundener Turm an der Burg Rechberg, (o.O.)
  Schmitt, Günter: Kaiserberge, Adelssitze - Die Burgen, Schlösser, Festungen und Ruinen der Schwäbischen Alb, Biberach 2014
  Schmitt, Günter: Nordost-Alb. Burgenführer Schwäbische Alb 1, Biberach 1988, ISBN 3-924489-39-4
  Strobel, Richard, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Die Burgruine Hohenrechberg, Stadt Schwäbisch Gmünd, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 3/2005, S. 162ff, Braubach/Rhein 2005
  Ziegler, Walter, Walter Ziegler (Hrsg.): Stauferstätten im Stauferland, Stuttgart 1977


Bilder




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